Einschlafrituale

8. November 2003 « zurück zum Kalender » 18. November 2003

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Dienstag
11. November 2003

Gewicht Lukas:
ca. 9 kg

Größe:
> 75 cm

Alter:
bald 12 Monate
FFM

Lukas, vor dem Essen todmüde, danach aber dann quietschfidel, zeigte dann gegen 20:30 doch erste Anzeichen von Müdigkeit (er ist bis dahin tapfer im Kreis um den Tisch gelaufen und hat versucht, die Teller und Tassen vom Tisch zu fegen, die wir im Wettlauf mit ihm auf dem Tisch verschoben wie Steine beim Mühlespiel) und wurde in seinen Bewegungen etwas langsamer.

Großes Spiel ist aber weiterhin, sich mit Papa zusammen bäuchlings auf den Glüp zu werfen und dabei "Öööööööeeeeyyy" zu machen. Jedenfalls, gegen 20:30 war dann Bettzeit und das sich dann darbietende Schauspiel in seiner Güte doch selten erreicht:

Nachdem der kleine Mann im Schlafsack war (eigentlich noch bevor, aber diese kleinen Unwägbarkeiten beherrschen wir mittlerweile) wirft er sich auf die Seite (drehen ist schwierig, wenn die Beine im Sack stecken), dreht sich auf den Bauch und setzt sich erstmal hin. Das normalerweise in dieser Phase einsetzende leichte Lamenti (mmmmääämääääämäääää)  bleibt aus, stattdessen greift er sich die erste der beiden im Bett herumliegenden Fläschchen (simultanes Schnullerausspucken inklusive), trinkt ein paar Schlucke, denkt sich "Bäh, nur Wasser" und greift zur anderen Flasche. Welche Enttäuschung, statt Apfelsaftschorle ist in der anderen Flasche auch nur Wasser. Also neuer Versuch, vielleicht ist ja zwischendurch doch Apfelsaft in die erste Flasche gekommen. Nee, immer noch nicht, dann also nicht, Schnuller aufgeklaubt, und dann schön nach vorne fallen lassen, auf das Kissen drauf. Die Arme rudern ein wenig in der Gegend herum, finden aber außer dem Bändchen des Schlafsacks nichts Interessantes zum Spielen.

Also erstmal unter großem Gestöhne wieder aufsetzen, Schnuller raus, Flasche angeln, trinken. Mist, wieder nur Wasser, also andere Flasche suchen. Auch nur Wasser, Kruzifix, gibt's denn nix Anständiges hier im Haus; da, eine andere Flasche, ach Mist, die von eben, wieder Wasser. Was soll's, vielleicht ist schlafen doch nicht so schlecht. Hmmm, langweilig. Langweilig. LANGWEILIG. LAAAAANGWEILIG. Also wieder hinsetzen, Flasche suchen. Oh, eine Lücke im Bretterzaun, da kann man sich gut anlehnen und gemütlich was trinken. Leider immer noch nur Wasser, in der anderen auch, es wird einfach nicht besser.

Hmmm, was tun. Vielleicht ein bisschen "Baaaabababa gna gna gna böööööeiyyyyy". Mal sehen, ob es hilft.......

Hilft nicht. Ach was, es wird mit zu dumm, ich leg mich wieder hin.

Mist, meine Beine haben sich im Schlafsack verfangen, also wieder hinsetzen, sortieren und noch einmal von vorne.

OK, schon besser, aber irgendwie immer noch unbequem. Die Füße sind neben dem Kopf, dass sollte irgendwie anders sein. Also wieder hoch, Beine strecken, hinlegen, Beine wieder anziehen, der Hintern muss doch irgendwie noch höher zu bekommen sein. Ahhhhhhh jaaaa, jetzt geht's. Obwohl, noch so ein bisschen trinken....

Ja, so geht es zu im Hause Hoppe, aber es ist schon sehr lustig, dabei neben dem Bett zu stehen und dem ganzen Schauspiel zuzusehen. Irgendwann gegen 21:00 (jaja, Schauspiele von einer halben Stunde kommen auch mal vor) war dann auch Schicht im Schacht.

           
         

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