Sauerei

... auf dem TripTrap

15. Oktober 2004 « zurück zum Kalender » 27. Oktober 2004

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Montag
18. Oktober 2004

      Frankfurt

Heute abend am Tisch fand wieder eine denkwürdige Konversation ab, die ich dem geneigten Leser nicht vorenthalten möchte.

Die Familie sitzt beim Abendbrot am Tisch. Lukas, der gerade begeistert auf seinem Ei herumklopft, murmelt "Ei heiß, Ei ganz heiß, Ei, Huevo". John, der ebenso begeistert auf seinem Ei herumklopft, wird in seinem Tun rüde gestört, als nicht geronnenes Eiweiß auf seine Hose tropft.

John: "Moni, wieso sind die Eier weich, das ist ja eine Riesensuauerei"
Luke: "Sauerei, Sauerei"

Kurz darauf hat Luke seine schützende Eihülle durchbrochen. John kann knapp schlimmeres verhindern, indem er das Ei blitzschnell in einen Eierbecher stellt. Luke nimmt, wie ihm geheißen, einen Löffel und fängt an, im Ei rumzurühren. Das endet natürlich wieder in einer Sauerei, die Luke auch dementsprechend kommentiert. Um noch Schlimmeres zu verhindern, kippt John das Eigelb in sein eigenes Ei um, leider ist sein eigenes Ei nicht leer genug, um Eigelb von Luke plus den Restsabber aufzunehmen. In das anschließende Gematsche auf Johns Teller schlägt Luke begeistert mit seinem Löffel und ruft "Sauerei". Dann nimmt sich Luke sein Ei und beginnt, herzhaft abzubeißen. Dass das Ei noch nicht geschält ist, stört ihn dabei nicht weiter (überhaupt er ist Eierschale eigentlich ganz gerne, auch wenn sie ohne Ei auf dem Teller liegt. Knuspert halt so schön).

Kurze Zeit später der unvermeidbare Ruf "Kaukaukau". Damit ist natürlich (treue Leser werden es wissen, oder doch nicht?) Kakau gemeint. Moni greift also eine Tasse aus dem Schrank, befüllt diese mit Milch und greift zum Kakao. Doch gerade, als der Löffel sich über der Tasse neigt, zieht Luke begeistert die Tasse zu sich ("Latteeeeeee") und die volle Ladung Kakao rieselt auf das bestehende Eigelb-Butter-Sabber-Gemisch, dass sich bereits zu Lukas' Füßen auf dem Trittbrett vom Kinderstuhl befindet. Lukas, dessen Blick forschend den letzten sachte zum Boden rieselnden Kakaopulverstückchen nachgeht, sieht das Chaos auf seinem Stuhl, beginnt interessiert mit den Füßen im Dreck zu scharren und meint lakonisch: "Sauerei".

Dafür hatte Moni heute noch ein anderes lustiges Erlebnis. Luke, neuerdings großer Fan der Baby-Bel Käseprodukte, ließ sich nur durch die Darreichung eines solchen Käses zum Verlassen des Penny Marktes auffordern. Also bekommt Luke einen Käse, den er normalerweise begeistert schält und in sich hineinstopft. Diesmal aber nicht. Moni, die locker vornewegtrabt, hört auf einmal nur noch ein "Agio (Formaggio) weg". Luke steht anklagend vor dem Kühler eines großen Mercedes, zeigt auf den Kühlergrill und ruft "Agio weg". Dann rennt er um das Auto herum ("Auto rum annereseite") zur Tür und ruft "Auto auf". Hat er doch tatsächlich den Käse in den Kühlergrill gestopft. Es kostete dann noch einen weiteren Baby-Bel, um Lukas zum schnellen Verlassen des Tatortes zu bewegen.

Cate ist derweil sehr wechselhaft. Meistens ist sie friedlich, schläft oder guckt Löcher in die Gegend, aber wenn sie ihre Koliken hat (wir interpretieren ihr Gejammere jetzt mal als Bauchschmerzen...) und ununterbrochen kräht, ist es wirklich sehr sehr mühsam. Die letzten Nächte wahren dementsprechend doch sehr anstrengend, aber das wird sich ja auch wieder geben. Dafür haben wir babytechnisch stark aufgerüstet, ein Lulababy (Große Stahlfeder mit Netz zum Kind reinlegen) sowie ein Fisher Price Aquarium Ocean Baby Bouncer. Im Prinzip dasselbe wie auch bei Luke, aber mit Aquarium statt dem Lampengebinke, und Blubber und Meeresrauschen statt dem Gedüdel. Manchmal hilft es (wenn ihr langweilig ist), aber gegen Bauchweh hilft nur ein in Sab Simplex getränkter Schnuller und auch der nicht sehr oft.

 
Guckma, Caterina Nase!   Mama bekommt Blumen vom Sohnemann Training auf der Range....    
       

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