Rügen 1+2. Tag

Windräder, Autobahn und der märkische Sand (sind wir noch in der Mark?)

17. Juli 2005 « zurück zum Kalender » 20. Juli 2005

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Dienstag
19. Juli 2005

22:58 Luke: schläft
Cate: auch
Innentemperatur: 20° Heidehof,
Rügen

Das Schnuller rein-raus-Spiel: Luke sitzt vor mir und sagt: "Ich will auch ein Photo machen." (meint, ich soll auch mal ein Photo vom ihm machen. Ich sag ihm, er solle den Schnuller raus nehmen. Er nimmt ihn raus, ich setze die Kamera an, er tut ihn wieder rein (zufällig). Auf meine (etwas übertriebene) Empörung nimmt er den Schnuller wieder raus, fängt dann allerdings schon an zu lachen, als ich die Kamera nur wieder hochhebe. So geht das Spielchen dann noch ein Weilchen weiter. Das Ganze ereignet sich auf der Terrasse unseres Bungalows (die Beschreibung ist zugegebenermaßen etwas euphemistisch, mit einem Bungalow in der landläufigen Vorstellung hat es gemein, dass er frei steht und nur ein Erdgeschoß hat. Ansonsten ist er aus Holz, hat ein Bad, zwei Zimmer und eine Wohnküche. Klein und handlich und wirklich nett. Die Matrazen sind leider echte Rückenkiller, aber dafür sind wir schön im Eichenwald, Blick auf die (man glaubt es kaum!) Driving Range gegenüber (mit öffentlichem 6-Loch Platz), zum Glück scheinen da keine 250m Driver zu sein, so hoch sind die Zäune nämlich nicht.

Soweit zum Setting, doch wo sind wir überhaupt? Wir sind im Ferienpark Heidehof bei Nonnewitz auf Rügen (Nähe Kap Arkona). Es ist sehr schön hier, allerdings sehr anstrengend, bis man einmal hier ist: Wir sind Samstag Abend nach dem Kitafest gegen 19:00 nach Berlin gefahren (mit Sack und Pack und zwei Rädern auf dem Dach) und waren gegen 00:30 in Berlin. Kinder schlafen gegen 22:00, Luke hat ein bisschen Mühe, aber nur 15 Minuten, dann war auch bei im Licht aus. Soweit der einfache Part. Nach einem Tag Pause in Berlin dann am Montag weiter nach Rügen. Abfahrt 10:00, Ankunft Heidehof 18:00. OK, wir hatten auch einen Zwischenstopp in Greifswald von ca. 2 Stunden, aber alles in Allem war es schon eine sehr lange Fahrt. Mit derselben Fahrtzeit (5+6 Stunden) wären wir auch nach Südfrankreich gekommen..... Gestern Abend sind wir dann noch kurz an den Strand (es bleibt hier oben ja schon sehr lange hell) und die Kinder haben sich auch noch in die Fluten geschmissen (und Luke röchelt jetzt wie ein altes Diesel-U-Boot).

Heute haben wir dann eine Radtour zum Kap Arkona und den Leuchttürmen dort gemacht. Sehr nett, wenn man erstmal den Radweg findet, der nicht aus Sand mit ein wenig Laub drauf besteht :-). Dann ist es aber eine schöne Fahrt die Küste entlang, mit schönen Ausblicken, ab und an mal einem Schauer und zum Ende hin vielen fußläufigen Touristen, die weder auf Klingeln noch auf freundliche "Hallo"-Rufe reagieren, wenn man mit 2t Anhänger den Hügel raufgekeucht kommt.... Luke ist beim Anblick des Leuchtturms fast ausgerastet und hat jedem, den er kannte, und den anderen auch, erzählt "schau mal ein Leuchtturm". Wo er doch beim Lied "Hoch am Himmel, unter der Erde, überall ist Sonnenschein, wenn ich nicht der Lukas wäre" immer ein "würd' ich gern ein Leuchtturm sein" schmettert (ja, ein Schwachsinnslied, aber man kann dann das Objekt, dass man gerne wäre, nachmachen und das ist dann wieder sehr lustig - beim Leuchtturm Blink Blink Blink Blink Blink Blink Blink und so weiter...). Und dann sind wir natürlich auch rauf, oben hat es gepfiffen wie verrückt, und gegen den Wind mussten wir auch schließlich wieder zurück....

Nach dem Aufstieg der Abstieg ins niedliche Fischerdörfchen "Vitt". 12 Häuser, drei Restaurants oder so und einen kleinen Fischerhafen. Gerade als wir ankamen fing es an in Strömen zu regnen, und wir haben im einzigen Etablissement mit überdachter Außenterrasse noch ein Plätzchen ergattern können. Es gab sehr leckere Fischsuppe (zugunsten derer Lukas dann seine vorher selbst bestellten Pommes stehen ließ! Es gibt noch Hoffnung!), dreierlei Matjes und allerlei andere leckere Spezereien aus der Ostsee. Nach dem Regen kam die Sonne auch wieder hervor, und dann sind wir Richtung Heimat gefahren. Allerdings war der Gegenwind und die ganze Tour dann doch etwas zu viel, also sind Bert nd ich (mit Luke und Cate im Hänger) schon mal vorgefahren, Bert mit dem Auto zurück, den Rest der Bagage holen und ich habe mit den zwei anderen an der Hütte relaxed. Nachmittags noch eine Runde Minigolf, ein Spaziergang zum Sonnenuntergang und schon ist es 22:00. Wie schnell das wieder ging.

In Greifswald hat sich Luke übrigens noch ein Eis erschlichen. Sein erstes Eis durfte er mit offizieller Genehmigung von uns holen, und Moni ging kurz danach zum Bezahlen hin. In einem unbeobachteten Moment ist Luke wieder hin und hat sich noch ein Schokoeis bestellt - welches dann natürlich auch prompt kam. Gegessen hat er davon aber fast nix.

Cate ist mittlerweile Madame "Fünfzahn", denn der zweite Schneidezahn (oben rechts, von ihr aus gesehen) ist auch durch. Und sie ist sehr viel mobiler, sie sitzt problemlos, dreht sich über beide Seiten und wackelt mit dem Hintern. Und fällt aus dem (stehenden) Kinderwagen (wenn man sie nicht anschnallt und dann sehr gut aufpasst.

Luke schaut Walross (50 First Dates) jetzt auch im Auto Greifswalder Ballett und... ... Wasserspiele Eisdiele (was sonst) Bert und Bär Danach: schlafen
So viele Fliegen sind selbst auf einem Liegerad selten Fähre nach Rügen. Noch am Sonntag Abend an den Strand (1 von 2 Strandbesuchen!!!) Improvisierte Löffel aus Möhre Relax! Unsere Hütten im Eichenwald
Nebel über der Driving-Range (gegenüber...) Morgenstimmung Ausflug nach Putgarten (nicht: Putgarden) Geschwister im Kinderwagen! Wie süß So sieht die Küste im Norden aus (nix mit Kreide...) Picknick an nämlicher Stelle
Blick vom Leuchtturm Das Leuchtfeuer Mittagessen in Vitt (zum Glück regengeschützt) Fischerboje am Strand Minigolf mit den Kids. Luke schlägt ein As ins Netz!
         
Sonnenuntergang.        

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