Kittel & Kugel

Von weißen Kitteln und weißen Kugeln....

16. April 2006 « zurück zum Kalender » 30. April 2006

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Sonntag
23. April

    Frankfurt

Ein aufregendes Wochenende liegt hinter uns. Am Samstag, nach sogar gemäßigtem Aufstehen, wollten wir noch ins Museum für Post und Telekommunikation, uns die Ausstellung "Vom Postraub bis zum Hacker" (oder so ähnlich) anschauen, als unser Sohn, der sich die Rolltreppe anschaute, auf einmal laut aufschrie. Was war geschehen? Luke ist mit dem Mittelfinger der rechten Hand irgendwie unter den beweglichen Handlauf der Rolltreppe gekommen und bekam ihn auf einmal nicht mehr raus. Als der Finger dann doch draußen war, hatte er eine ziemlich böse Fleischwunde, der Fingernagel war von hinten (!) eingerissen und es blutete wie abgehackt. Wir also schnurstracks zur Clementinen-Kinderklinik am Zoo, auf dem Weg kamen wir noch am Rot-Kreuz-Krankenhaus vorbei und dachten uns, wir können es da ja mal versuchen. Die haben uns dann aber direkt weitergeschickt zur Kinderklinik (hatten aber immerhin einen Eisbeutel und haben uns bis zur anderen Klinik gebracht). Im Clementinen hat man uns dann sehr schnell drangenommen (obwohl noch 7 andere Kinder im Wartesaal saßen, aber keines schien rot auf den Boden zu tropfen...), die Assistenzärztin hat sich dann aber auch nicht daran getraut und meinte, wir müssten zur Chirurgie ins Bürgerhospital. Kennen wir ja nun schon, den Laden. Dafür hatten sie noch ein Schmerzmittel für Luke, der dann auch kurz danach tatsächlich weniger Schmerzen zu haben schien, jedenfalls wurde er dann sehr viel ruhiger.

Im Bürger kamen wir dann auch recht schnell dran (Clementinen hatte uns angemeldet), und ein sehr netter Arzt hat sich dann alles genau angeschaut, konnte aber vor Blut und Dreck auch nicht wirklich viel sehen, also haben wir erstmal die Hand in Desinfektionsmittel gebadet. Das war erstaunlicherweise vollkommen schmerzfrei, und als wir dann vom farblosen Octisept zum lustig braunen Braunol wechselten, bekam Lukas angesichts seiner zunehmend braun werdenden Hand auch wieder Spaß. Er ließ sich danach auch anstandslos die Wunde reinigen, was der Arzt zugegebenermaßen aber auch super gemacht hat. Außerdem waren sowohl Arzt als auch Assistentin sehr gutaussehend, also hatten alle was davon...

Jedenfalls trägt unser Sohn jetzt stolz seinen Verband in der Gegend rum, und nimmt sehr Handicap eigentlich sehr gut. Er ist (meistens) sehr vorsichtig und sehr geschickt darin, seine rechte Hand nicht zu benutzen. Mal sehen, wie dies morgen im Kinderladen wird.

Heute morgen dann ein etwas anderes Malheur. Unser geliebter Glüp, der im Moment mit Herzinsuffizienz (Innensack kaputt) im Schlafzimmer in der Ecke stand, wurde Opfer einer rüden Attacke unserer Kinder. Wir hörten es eine ganze Weile gackern im Schlafzimmer, irgendetwas, das vor allem Cate sehr lustig fand, und als wir dann nachschauten, war das Schlafzimmer voll mit diesen ca. 1mm großen, weißen Styroporkügelchen. Die sich ja in null Komma nix statisch aufladen und dann jede verfügbare Oberfläche vollständig besiedeln. Die Dekontamination hat ein Weilchen gedauert, erst die Kinder absaugen, Kinder raus, dann die großen Flächen freisaugen, dann die kleinen Flächen, wieder die großen etc.

Als wir dann endlich fertig waren, haben wir dafür den Sonntag richtig genutzt. Wir sind mit den Rädern nach Köppern zu Jan und Uta auf die Datscha gefahren. Jörn mit Mara und Malte, Tom und Analisa und natürlich Tim und Lucy waren auch da, also hatte jeder jemand zum Quatschen, Quatsch machen etc.

Das Zauberphoto Luke beim Baden in Braunol Das Trosteis hinterher Das braune im Verband ist Eis, kein Blut  
Cate teilt bereitwillig ihr Eis Luke mit Dr. No In der S-Bahn.      
       
Pause mit Hänematte Und noch ein Eis...      

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