2011-06-23 Tessin
 

22.6. Letzter Schultag

Letzter Schultag bei den zwei großen Kindern und Zeugnisvergabe. Beide können sehr zufrieden sein. Lukas hat durchgehend 1en (Ausnahme: In Religion hat er eine zwei), mit dem mündlichen Hinweis, er möge seine - wenn auch sehr interessanten - Querverweise auf andere Themen doch etwas besser timen. Caties verbales Zeugnis ist ebenfalls sehr gut, bei ihr wünscht sich die Lehrerin Frau Richter aber eine bessere mündliche Beteiligung. Wir sind dann doch nicht gegen 17:00 ins Tessin gefahren, sondern erst um kurz nach 19:00 Uhr losgekommen, aber es war sehr wenig los und daher sind wir sehr gut durchgekommen - und gegen 00:30 waren wir dann auch schon in Sorengo.

23.6. Tag 1 - Como

Nico, der gestern Nacht zwar noch kurz wach war, aber nicht lang genug, um einen Effekt zu haben, ist heute mal wieder um 0700 aufgewacht. Und damit ein großer Teil der Belegschaft mit ihm. Moni, Catie und ich sind dann schlußendlich gegen kurz vor acht auf den Hockeyplatz gelatscht, Nico durfte auf meinem Kickboard fahren, Catie Rollenblades und wir standen dumm rum. Immerhin gab es ein Tütencroissant bei Buby (der Kneipe an der Ecke). Allerdings wärte der Spaß nicht lange, denn es fing dann irgendwann an zu regnen, also sind wir zur Chiesa St. Maria Assunta hochgelaufen, wo Nonno Tullio begraben liegt und neuerdings auch ein kleiner Geocache. Als wir dann gegen 10:00 Uhr wieder am Haus waren, waren auch die anderen wach, es gab Melone und ein paar Haferflocken zum Frühstück und dann ging es hoch zu Nonna Alice. Nonna Alice war sehr gut drauf und begeistert ob der guten Zeugnisse ihrer Enkel und noch viel mehr von Lukas' Gitarrenvorspiel. Für welches er, wie mir Moni später verriet, eine Gage von 1 EUR erhalten hatte und daher so Feuer und Flamme war, wie mir scheint... Nach einem sehr leckeren Mittagessen bei Bellami sind wir nach Como gefahren, um unseren traditionellen Großeinkauf zu tätigen. 2 Stunden und 250 EUR später (davon 70 EUR für einen halben Parmaschinken San Daniele) hatten wir alles, was wir benötigen, und vielleicht auch noch etwas mehr und sind wieder zurück in die Schweiz gegurkt. Ein kleiner Zwischerstop in Bissone mit einer Wanderung auf der Seepromenade und dann ein sehr sehr leckeres Abendessen mit zahlreichen Köstlichkeiten auf der Terrasse mit Blick auf die umliegenden Berge - es könnte schlimmer sein...

24.6. Tag 2 - Val Onsernone

Tessin ohne Wanderung geht natürlich gar nicht, also sind wir an Tag ins Centovalli aufgerochen. Um genauer zu sein, ins Val Onsernone, einem Seitental des Centovalli, wo es eine sehr schöne Wanderung auf einer alten Talstraße gibt, die unterhalb der neuen Kantonsstraße entlangführt. Sehr zu empfehlen, und natürlich gibt es auch hier einen sehr schönen Geocache (der mich ja auch wie üblich überhaupt erst auf die Tour gebracht hat).

Den Rückweg sind Lukas und ich dann alleine gelaufen, weil Moni mit den zwei kleinen per Postauto zurück ist. Trotz zwischenzeitlicher Suche des Finals waren Lukas und ich schneller als Moni mit dem Postauto (bei 40Min Vorsprung)...Besonders beeindruckend an dem Tal war wieder einmal, wie wild es hier ist. Abseits der Wege ist durch die dichte Macchia kaum ein durchkommen, und auch hier gibt es Dörfchen (naja, eher kleinere Häuseransammlungen), die nur per Seilbahn von der Straße auf der anderen Seite zu erreichen sind. Und das ist schon sehr eindrücklich.

Auf dem Weg das Tal hinauf sind wir übrigens noch bei einer Ziegenfarm vorbei gekommen (Capra contenta), wo es im Self Service sehr sehr leckeren Ziegenkäse gab (Frisch- wie Hartkäse). Wo wir dann auch gleich zugeschlagen haben.

25.6. Tag 3 - Lugano

Moni wollte ja unbedingt noch mal in der Stadt am See langschlendern, also war Tag 3 dem See gewidmet. Im Parco Ciani gab es erst mal Brotzeit (wie konnte es auch anders sein) am Seestrand, bis uns ein neugieriger Schwan auf die Pelle rückte und wir dann den Rest des Picknicks doch auf der etwas sicherer gelegenen Bank verbracht haben.

Nachmittags waren wir noch mal lang bei Nonna Alice, die sich wie immer über unseren Besuch gefreut hat, wobei man ihr die 97 Jahre und vor allem den heißen Tessiner Sommer schon anmerkt. Aber ansonsten war sie gut drauf und hat sich interessiert nach unserer Wanderung erkundigt.

Abends waren wir dann noch mit Chris und Sina (ja, die waren auch da, aber vorher kaum zu sehen :-) in der Stadt, beim Festival Long Lake, wo an diesem Abend eine hervorragende Jazz-Band auf der Piazza Manzoni spielte. Dazu gab es dann ein hervorragendes (wenn auch sehr teures) italienisches Eis, und gegen 23:30 haben wir unsere quasi schlafenden Kinder nach Hause bugsiert

26.6. Tag 4 - Rückreise

Romano und Esther, die erst am Samstag Abend aus dem Urlaub zurück gekommen sind, waren am Sonntag Morgen zum Frühstück bei uns, und danach sind wir alle noch einmal auf einen Sprung bei Nonna Alice vorbei gefahren. Und dann ging es gen Norden. Diesmal sind wir allerdings eine vollkommen neue Straße gefahren, nämlich nicht die neue Gotthart Passstraße, sondern die ganz alte Straße (Val Tremona). Auf der Karte ist das die kleine weiße Straße... Ein Traum von einem Sträßchen, teilweise noch mit Kopfsteinpflaster, aber auch nicht wirklich lang (vielleicht eine halbe Stunde bis oben hin) und somit ein echtes Vergnügen.

Bergab haben wir in Hospental an einem schnuckeligen kleinen Bergturm halt gemacht, und siehe da, als ich dann doch mal ins Telefon schaute, lag 45cm hinter mir doch glatt ein Geocache. Man kann sich halt doch drauf verlassen :-). Dann ging es erst mal ein Weilchen nach Norden, und bei Rust (so gegen 16:30) dachten wir uns, vielleicht gibt es ja so eine Art Nachmittagskarte. Das wurde uns dann von der Info auch bestätigt, also sind wir von der Autobahn runter, um an der Kasse dann zu erfahren, dass das leider doch nicht der Fall ist. Hmm, Kinder enttäuscht, Umweg für nix, was tun? Zum Glück war der Schwarzwald ja nahe, also sind wir über die romantische Schwarzwaldhochstraße an den Mummelsee gefahren. Der Mummelsee ist ein schnuckeliger kleiner Karsee im Schwarzwald, wo es unzählige Kaulquappen und Molche und damit genug zu schauen für die Kinder gab (auch wenn wir zu spät zum Tretbootmieten waren...). Und ein leckeres Abendessen gab es auch, so dass wir dann auch satt und zufrieden weiter fahren konnten und irgendwann auch mal wieder daheim waren...Test

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