Weihnachten 2012 in Westerham

24. Dezember: Wie es die Tradition so will, waren wir wieder in Westerham. Ungewöhnlich war allerdings, dass dieses Mal kein sonstiger Teil der Hoppe-Sippe in Westerham war. Katrin wollte mal wieder in Berlin feiern, Silke nach 14 Jahren ohne Tannenbaum in G'berg auch mal wieder einen aufstellen und unsere Neu-Hannoveraner wollten verständlicherweise auch mal ihr Haus einfeiern, sozusagen. Blieben also wir übrig, aber immerhin waren Monis beide Brüder in Westerham und ihre Eltern ja sowieso, also wurde es nicht ganz so einsam :-)

Man muss schon sagen, es lief entspannter, als wir dachten. Die Bonner und unsere Kinder haben sich blendend verstanden und weitgehend selbst beschäftigt, also war es von der Seite schon mal ruhig. Es war allerdings recht schwierig, Nico irgendwie unter Kontrolle zu bringen. Der Kerl war wirklich aufgeregt und hüfte schon die zwei Tage vorher wie ein Gummiball durch die Wohnung "Wann ist Weihnachten Ich bin so aufgeregt Wann ist Weihnachten....". Immerhin, die Christmette samt Krippenspiel haben sie alle noch gut rumgebracht und das Geschenkeauspacken ging einigermaßen gesittet von statten.

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25. Dezember: Ich kann nicht mehr genau sagen, was am ersten Weihnachtstag war, außer dass wir eine Gans essen waren, und mitten im Essen hatte Catie einen fürchterlichen Ausschlag im Gesicht - ob vom Heu oder von den Pferden drum herum, kann man nicht genau sagen.

26. Dezember: Für den zweiten Weihnachtstag hatte Christian einen Papierfliegerwettbewerb ausgerufen. Es war allerdings etwas chaotischer als gedacht. Die Kinder waren mit Feuereifer dabei und haben einen Flieger nach dem anderen gebastelt und geworfen, und es war an einen geordneten Wettbewerb kaum zu denken. Hat aber dann am Schluß doch ganz gut funktioniert.

Da die Kinder die zwei Tage vor allem drinnen an den diversen neuen (Samsung Galaxy Media Player, Kindle Fire) oder mitgebrachten (xbox) elektronischen Geräten rumgehangen sind, haben wir sie dann immerhin noch dazu bringen können, mit uns ein paar der noch in der Homezone verbleibenden Geocaches zu finden.

27. Dezember: Das Wetter schien gut zu werden, also haben wir unsere Skisachen ins Auto gepackt und sind nach Scheffau gefahren (Skiregion wilder Kaiser). Dort gibt es nämlich einen Ski-Schnupperkurs, und nach dem grandiosen Fiasko letztes Jahr im Hochberghaus wollten wir dieses Mal für Flims schon mal vorglühen. Dazu muss man allerdings sagen, dass Nico ja vor allem deswegen nicht Skifahren wollte, weil er keine Stöcke hatte. Die hat er ja nun zu Weihnachten gekommen und war also gar nicht mehr zu bremsen in seinem Eifer, diese auch einzusetzen. Gesagt getan, er durfte im Schnupperkurs mitmachen und hat sich nicht mal beim Abgeben umgedreht. Das ging dann so gut, dass er dann auch gleich noch im Nachmittagskurs zwei Stunden dran hängen durfte und mit danach unbedingt noch zeigen musste, wie gut er Skifahren kann. Können ist nun übertrieben, aber egal, sein Eifer ist geweckt und damit das Ziel dieses (ziemlich teuren) Tages erfüllt.

Catie und Lukas sind an diesem Tag natürlich auch gefahren, Ski bzw. Board, und die blaue Piste in der Nähe der Skischule sind beide auch recht gut runter gekommen - und nach jeder Abfahrt wurde es besser. Lukas ist dann leider einmal an einer eisigen Stelle gestürzt und hatte danach keine Lust mehr, Catie ist aber dafür bis zur letzten Minute gefahren und war kaum davon abzubringen, die vereiste, bucklige und sulzige Talabfahrt zu nehmen (aber Mama, die ist doch als blau angegeben....).

Abends waren Robi, Nahrin und Flo zu Besuch. Immer wieder nett mit den beiden, und mit Florentine haben sie wirklich ein super schnuckeliges Mädchen. Wir haben dann auch gleich meinen neuen Cobb-Gripp ausprobiert und darauf ein paar Jungbullen-Steaks sowie ein Entrecote gebraten. Sehr lecker, und es ist wirklich faszinierend, wie lange diese spezielle Kohle brennt.

29. Dezember: Den 28. kann ich nicht mehr ganz rekonstruieren. Irgendwas mit xbox, aufräumen und Geocaches suchen vermutlich. Am 29. wollten wir eigentlich auf den Wallberg, Rodeln gehen, leider war die Rodelbahn am Wallberg geschlossen, also sind wir ins Inntal nach Flintbach gefahren, um auf den Petersberg (ja, hier gibt es auch einen) bzw. den Hohen Asten zu wandern und mit dem Schlitten wieder runter zu fahren. Bei Lichte betrachtet hätte uns eigentlich vorher klar sein sollen, dass das nichts wird, denn das Inntal liegt auch nicht viel höher als W'ham und bei uns ist alles grün. So war es also auch in Flintbach. Nun denn, haben wir die Schlitten also im Auto gelassen und sind ohne zum Hohen Asten hoch. Oben hatte es dann immerhin auch Schnee (und einen Cache), so dass die Kinder für den Aufstieg etwas entlohnt wurden und jede sich bietende Gelegenheit genutzt haben, um sich in den Schnee zu werfen. Und einen Kaiserschmarrn (sowie Limo) gab es oben natürlich auch! Am Abend lagen dann gute 10km Strecke hinter uns und knapp 650 hm.

30. Dezember: Mal wieder ein Tag zum rumlungern nach der doch anstrengenden Tour gestern. Immerhin hat es für einen ausgedehnten Spaziergang im Schlierachtal gelangt, wo es neben der Schlierach auch noch einen Abzweig gibt, der Wasser von der Schlierach in den Seehamer See umleitet. Spannend.

31. Dezember: Moni wollte ja eigentlich in die Stadt, aber angesichts des schönen Wetters konnte ich sie und die Kinder davon überzeugen, doch noch einmal raus in die Natur zu gehen. Also flugs auf zu meinem Lieblingssee, dem Spitzingsee, und rauf auf die Rotwand. Ich muss schon zugeben, dass ich die Strecke weniger lang in Erinnerung hatte und auch als weniger steil. Schlußendlich ging es dann doch ohne das ganz große Gejammer (auch wenn es mir zwischenzeitlich anders vorkam, muss ich zugeben), und dass  ich Nico den letzten Kilometer auf dem Schlitten gezogen habe, hat die Stimmung sicherlich entspannt (wenn auch nicht meine Beine). Oben gab es, wie sollte es anders sein, Kaiserschmarrn, Limo und vor allem ein tolles Panorama, und ich glaube, es waren auch alle stolz, dass sie es bis oben hin geschafft haben (zu Fuß).

Die Abfahrt war wirklich lustig, Catie und Nico waren bei mir auf dem Schlitten, Moni mit Lukas unterwegs, und dann ging es steil bergab. Die Strecke hat es wirklich in sich, auf dem oberen Teil ist es so steil, dass man es kaum laufen lassen kann, weil es wirklich zu steil ist, aber nach der ersten flachen Passage geht es dann wirklich gut. Max. Speed bei uns war 29 km/h. Kam mir viel schneller vor. Waren übrigens zusammen auch 14km Strecke mit 600hm, wenn man jetzt mal die vielleicht 3km abzieht, die wir rodeln konnten, immer noch ein ordentlicher Fußmarsch! Als wir wieder unten waren, war es bereits dunkel, der Stand am Spitzingsee war gerade dabei, abzubauen, aber wir konnten noch ein paar Maroni ergattern, den Nebel über dem See aufziehen sehen und die Abendstimmung genießen. Es war wirklich toll!

Daheim ging es fast genau so gemütlich weiter. Wir haben Musik gemacht (gehört, meine ich damit), Partyhits als "Gangam style", das Käsefondue vorbereitet und uns innerlich auf Sylvester eingestellt. Hermie und Grace sind zum Essen vorbei gekommen, waren allerdings gegen 22:30 auch schon wieder so müde, dass sie rüber sind, und so haben wir gemütlich mit den Nachbarn aus dem Viertel draußen gefeiert. Wobei Nico allerdings total Schiß vor den diversen Böllern und Raketen hatte und sich bei Krznars (dort standen wir zum Sekt schlürfen) nicht von der überdachten Haustüt wegbewegt hat. Ich habe ihn dann um kurz nach Mitternacht auch hoch gebracht, und er ist schon eingeschlafen, noch bevor ich sein Bett vor die Balkontür schieben konnte (denn was sehen wollte er ja trotzdem noch). Lukas und Catie sind kurz danach gefolgt und irgendwann danach auch Moni und ich.

Willkommen in 2013!