2013-04 Osterferien

29.03. (Tag 1): Fahrt über Friedrichshafen nach Sorengo. Weil wir erst gegen 20:00 Uhr losgekommen sind, haben wir beschlossen, in Friedrichshafen Station zu machen. Im IBIS am Flughafen haben wir gut und einigermaßen bezahlbar genächtigt und am Freitag Morgen (Nico war wie üblich kurz vor acht wach) erst einmal eine Naturdoku über die Ostsee (Schwedische und finnische Schären, sehr schön!) auf SWR geschaut. Irgendwann waren auch die zwei Großen wach, und nach dem Frühstück ging es ins anliegende Dornier-Museum. Sehr empfehlenswert - schon unglaublich, was die da alles so zum Fliegen gebracht haben. Nach dem Museum sind wir noch zu einer Apotheke, weil die Liebe Catie ein entzündetes Ohrläppchen hat und als Backbord-Hafenfeuer auftreten kann :-) Mit der Fähre ging es dann nach Romanshorn und durch Schnee-Regen Richtung Bernardino. Weil wir schon mal da waren, lag praktischerweise noch ein Cache in der Via Mala-Schlucht auf dem Weg. Zuerst eine sehr schöne Hängebrücke über ein Nebental, und Nico und ich sind dann noch den Weg weiter das Tal hinauf bis zum Via Mala Infocentrum gelaufen. Wirklich eine Super-Wanderung!!!

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31.03. (Tag 3): Moni's Geburtstag. Dass es mit Bildern erst zwei Tage später weiter geht, zeigt deutlich, dass wir am Samstag nicht viel gemacht haben. Wenn ich meine Kreditkartenabrechnung anschaue, fällt mir dann aber doch ein, dass wir in Como beim Bennet einkaufen waren...

Der Tag fing damit an, dass Caties Ohrläppchen, welches die letzten Tage schon recht rot war, nun auch eiterte, also sind wir am schönen Sonntag Morgen (der sonnigste Tag des ganzen Urlaubs :-) als erstes mal zum Krankenhaus gefahren. Zum Glück mussten wir nicht lange warten, und Caties Ohr wurde erst betäubt mit einem Pflaster und dann der Ohrstecker (der schon nicht mehr zu sehen war, weil er schon im Ohr war) einfach nach hinten rausgezogen. Catie hat sich aber ganz tapfer geschlagen und auch eine entsprechende Tapferkeitsurkunde erhalten - siehe unten.

Am Sonntag war dann auch Monis Geburtstag, und wir sind dann in die Stadt spaziert, weil Moni gerne mal an den See wollte. Wir sind durch einen neuen Park gelaufen, den ich so noch nicht kannte (Parc Tassino) mit einem hübschen Türmchen, und wollten eigentlich ein wenig Böötchen fahren, aber von den zahlreichen Tretbootverleistationen hatte nur eine auf, und da war dafür eine 20m lange Schlange, so dass wir unverrichteter Dinge wieder abgezogen sind. Dafür durfte der doch sehr enttäuschte Nico Karussel fahren und die Kinder sich eine gemischte Tüte vom Feriengeld kaufen.

01.04. (Tag 4): Der Tag war bewölkt und nur mäßig warm. Catie ist mit dem Satz "Ich will nicht wandern" quasi aufgewacht, daher sind wir ohne sie zum Mt. San Giorgio aufgebrochen. Ziel war eine alte Militärfestung aus dem ersten Weltkrieg die noch recht gut erhalten ist, inkl. Tunnels, Festungsstationen und allem. Vor Ort haben wir etwas nach dem Parkplatz gesucht, und dann konnte es losgehen. Leider begann Lukas schon direkt nach dem Aussteigen über Kopfschmerzen zu klagen, mutmaßlich hatte er die bekommen, als er auf der Fahrt über die kurvigen kleinen Straßen Comics gelesen hatte. Moni ist mit Lukas dann nach einer halben Stunde wieder umgedreht, so dass Nico und ich alleine bis zum Gipfel hoch sind (ca. 984 MüNN).

Die Festung war recht spannend, schon auf dem Weg dahin gab es zahlreiche in den Felsen gehauene Tunnel, Plattformen und Gänge. Oben auf dem Monte Orsa war dann der ganze Berg ausgehölt, mit einem sicherlich 300m langen Tunnel einmal den ganzen Gipfel in Längsrichtung, und nach Nordosten gibt es jede Menge Stichtunnel, die auf den Steilhang rausgehen, wo dann die Geschützstände waren. Wir haben uns dann dort auf eine der Plattformen gesetzt, und ich bin noch ein paar Meter herumgekraxelt, um den dortigen Cache zu suchen - gefunden!

Eigentlich wollten Nico und ich noch über den Monte Pravello bis zum Mt. San Giorgio (Serpiano) rüber, wo Moni uns dann abgeholen sollte, aber die sehr tief hängenden Wolken, aus denen es schon ein wenig dröppelte, haben uns dann doch den direkten Rückzug zum Auto antreten lassen.

Auf der Rückfahrt haben wir dann noch einmal in Riva S. Vitale am rechten unteren Ende des Sees angehalten und dann zwischendurch noch ein paar Mal für ein paar schnelle Statistik-Punkte. Nach einem Besuch bei Nonna Alice und nachmittäglichem Rumgammeln auf dem Sofa gab es dann ein schnelles Abendessen, und dann sind wir - endlich mal wieder - zu einem Nachtcache aufgebrochen!. Das Rätsel hatte ich schon vorgestern gelöst (ohne jemanden motivieren zu können), aber heute Abend kamen tatsächlich alle mit - ich konnte mein Glück kaum fassen. Eine wirklich traumhafte Runde über tolle Bergpfade, mit ein paar Rätseln zwischendurch und dem Finale in der Nähe einer kleinen Kapelle mitten im Wald, wo zahlreiche Grablichter leuchteten und wir dann auch eine Kerze aufgestellt haben. Für Onkel Kurt, Nonno Tullio und Tante Elisabeth, wie unsere Kinder einhellig erklärten. Danach waren wir noch kurz oben in Bré sopra Lugano, vor allem bei diesem riesigen Leuchtband (siehe Bild mit dem blauen Bré). Und dann haben auch alle gut und lang geschlafen :-)

 

02. und 03.04. (Tag 5&6): Wir sind gegen Mittag nach Piacenza aufgebrochen, waren am Dienstag dann erstmal noch einmal richtig einkaufen im Auchan und sind dann durch die Stadt gebummelt, haben Eis gegessen etc. Mittwoch war nicht wirklich viel anders, wir waren nett mit Katia und den Kindern am Po essen und sind dann am Nachmittag zurück Richtung Lugano gefahren. Abends waren wir dann im Grotto del Salute zum Geburtstagsabendessen für Nonno Hermann. Das Capretto war super!!!

04.04. (Tag 7): Ein netter Cache im Wald bei Sessa (Richtung Luino). Eine tolle Runde mit sehr schönen Stationen, die wir leider nicht alle lösen konnten und damit auch nicht den Cache gefunden haben. Dafür hatte ich aber den kleinen Benzinkocher dabei, und es gab - zur großen Freude aller Beteiligten - ein frisch gekochtes Risotto. Das war vielleicht lecker! Im Anschluß bin ich dann noch alleine zu einem kleinen Wasserfall um die Ecke gelaufen, der ziemlich eindrucksvoll war und an dem früher eine kleine Wassermühle stand, und den alten Zulauf zur Mühle konnte man noch recht gut erkennen (siehe Bild).

Und dann waren wir, auf vielfachen Wunsch der Kinder, noch einmal Bowlen. Nico durfte auch mitmachen und hat den Ball zwischen seinen Beinen durch angestupst....

05.04. (Tag 8): Freitag sind wir nach dem Packen (was recht schnell ging) gemütlich nach Hause gefahren, und nach einem Risotto und einem Cache am Rastplatz am San Bernardino sind wir noch gemütlich einen Teil über die Landstrasse herunter gefahren. Und die alte Via Mala möchte ich unbedingt einmal hochwandern!

 

06.04. (Tag 9): Wir haben ein wenig hin und her überlegt, wie man denn das Haus fit für eine Vermietung als Ferienhaus machen könnte. Also waren Moni und ich am Samstag noch kurz (knappe 3 Stunden) bei Ikea, haben dort noch ein Kinderbett besorgt (Nico schläft ja immer noch in dem quasi halb zerstörten Babybett). Und dann haben wir, zwischen Rückkehr und Sportschau noch mal schnell ein Kinderbett mit Ausziehschublade zusammen geschraubt und dann nach dem Abendessen noch eben kurz die Empore im grünen Zimmer mit Laminat belegt. Das ging echt fix, allerdings hatte ich danach nicht mal mehr unbedingt Lust auf das Sportstudio...

Es ist übrigens immer wieder faszinierend, wie gut die Kinder sich mit den anderen Kindern in Westerham verstehen, obwohl sie doch recht selten da sind. Gerade Nico flitzt zwischen Nesia / Ben bzw. Niklas / Lina hin und her, fährt mit seinem Radel auf der Straße herum (was er übrigens nach ein wenig Training im Tessin sehr gut kann!) und spielt mal hier, mal dort. Lukas ist wie übrig mit den Jungs auf der Wiese zum Kicken, und Catie spielt mit den Mädels dies und jenes...

Am Sonntag bin ich dann mit den zwei großen nach Frankfurt gefahren, Lukas ist direkt zu Mathis abgebogen und Catie habe ich noch zum Panoramabad zum Geburtstag von Marie gebracht.