Sommerurlaub 05. - 17. August 2013

Der Urlaub beginnt gemütlich. Schon allein deshalb, weil wir an unserem ersten Ferienwochenende gar nicht los fahren, sondern erst einmal gemütlich daheim bleiben. Bzw. in Gevelsberg sind, wo wir erst einmal die Kinder abgeholt haben. Die waren nämlich dort noch beim Segelkurs, der am Sonntag mit allgemeinem Segeln und ein paar Kenterübungen abgeschlossen wurde. Sonntag Abend sind wir also gemütlich nach Frankfurt gebummelt und haben überlegt, was wir denn jetzt in den Ferien eigentlich machen wollen. Und was denn so auf dem Weg von Frankfurt nach München liegt und sich für einen Zwischenstop anbietet. Die Wahl fiel auf die Altmühl, wo wir schon immer mal wieder paddeln wollten. Also.....

Montag, 05. August 2013 - Solnhofen nach Dollnstein Ein wenig Vorab-Recherche führte uns zu einem Kanuverleih in Solnstein, Abholung / Einweisung vorzunehmen bis spätestens 12:30, also sind wir Montag zeitig aufgebrochen und waren tatsächlich pünktlich zur Übernahme vor Ort. Es fehlte natürlich noch etwas zu Essen, aber dann konnte es zügig losgehen. Wir hatten ein 2er-Kajak und einen 4er-Kandadier (irgendwo musste das Gepäck ja auch rein). Und so ging es gute 13km die gemütlich fließende Altmühl entlang, nur unterbrochen durch die zwei Bootsrutschen (vor denen man allerdings das komplette Gepäck ausladen musste - die Taschen wurden in den Bootsrutschen doch recht nass). Gegen 19:30 waren wir dann auf dem Campingplatz in Dollnstein, wo "la Carpa Roja" und "The green Turtle" aufgebaut wurden. Noch ein kurzes Bad in der Altmühl, und zum Abendessen ging es in ein Restaurant in der Stadt.

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Dienstag, 6. August 2013 - Altmühl Tag 2 Der Morgen begrüßt uns mit angenehmer Kühle, und wir bereiten Rührei auf dem Benzinkocher zu. Die Kinder sind so begeistert, dass wir alle 10 Eier aus dem Vorrat aufbrutzeln, aber immerhin - wir müssen sie nicht mehr schleppen. Tag 2 an der Altmühl zieht sich etwas hin. Irgendwie ist die Strömung schwächer, das Wetter wärmer, wir müssen irgendwelche obskuren Umwege paddeln und dann ist auch noch der Akku vom GPS alle (=keine Geocaches mehr). Und wir müssen 2x umtragen, also Boot ausräumen, Boot rausziehen, 50-100m über Land schleifen, wieder ins Wasser, beladen, weiter fahren. Nico macht das ganz geschickt, er schläft kurz vor dem Umtragen immer ein und wird also mit dem Gepäck raus-, rum- und wieder reingetragen. Lustigerweise läßt Moni bei der letzten Umtragestation vor Eichstätt das Boot aus, es rutscht vor ihr her ins Wasser und mit einem verdutzten "uiiiiiih Mist" springt sie mit einer Art Bauchklatscher hinterher. Hört sich nicht nur lustig an, sah auch so aus. Sie konnte aber das Boot direkt wieder einfangen, so dass wir dann doch mit vollständigem Equipment in Eichstätt angekommen sind. Nachdem wir die Boote und das Geraffel an Land hatten (am Parkplatz), bin ich mit dem Zug zurück nach Solnstein, um das Auto zu holen, und eine knappe Stunde später konnte ich meine Familie beim gegenüber liegenden McD einsammeln. Unsere Überlegung, noch eine weitere Nacht im Altmühltal dranzuhängen, wurde dann vom herannahenden bayernweiten Unwetter recht schnell beerdigt, und so sind wir gen Heimat gefahren. Neben dem Doppel-Regenbogen auf der A9 bei Grafing war im Mangfalltal richtig die Hölle los. Kaum sind wir von der Autobahn runter, schaltete das Gewitter auf Stroboskop-Modus um und schickte alle 5 Sekunden einen Blitz über den Himmel. Unglaublich. Am Schluß waren wir alle froh, dass wir daheim waren und in unsere gemütlichen Betten konnten.

Mittwoch, 7. August bis Freitag, 9. August - Westerham: Die nächsten drei Tage waren wir im Wesentlichen mit dem Haus & Garten beschäftigt. Ich habe zusammen mit Moni mehr oder weniger den ganzen Garten entbrennesselt, die Bäume am Zaun zum Kanal zurück geschnitten, die ganze Fläche zwischen Zaun und Kanal wieder frei gelegt (Fabian kann also dort wieder Bierkisten in den Bach stellen und sie hinterher wieder rausfischen), den Rasen gemählt, die Maulwurfshügel platt gemacht (bzw. die Löcher wieder aufgefüllt), die Dachziegel gereinigt (und verkauft !), wir waren baden in der EISEKALTEN Mangfall, haben bei Hermie und Grace Kirschen und Johannisbeeren gepflückt und was weiß ich noch alles. Die Kinder haben mit den noch verbliebenen Westerhamer Kindern gespielt (viele waren aber bereits im Urlaub).

Samstag, 10. August - Wolfsschlucht: Nach drei Tagen war dann aber genug gefaulenzt (oder genug im Garten geschafft), und ich wollte mal wieder in die Berge. Die Wahl fiel auf die Wolfsschlucht bei  Wildbad Kreuth. Eine tolle Tour mit knappen 1000 Hm auf 18km Länge. Mit von der Partie waren Elia und Jule (und das war auch ganz gut so, denn sonst wäre das Gemaule unserer Kinder sicherlich größer gewesen, aber so sind alle fleißig geklettert und gelaufen. Und Elia und Jule wollten mit mir sogar noch Caches suchen - das ist für unsere Kinder ja gar kein Aufreger mehr. Es ging gemütlich los durch ein kleines Tal, zuerst neben, dann zeitweile im Fluss (naja, nennen wir es mal Wasserlauf), und dann geht es irgendwann nur noch - aufwärts. Mit viel Kraxeleinlagen, die für alle Kinder (und uns!) genau das Richtige waren. Oben angekommen, sind wir dann allerdings erst einmal zur Blaualmhütte gelaufen - liegt zwar in die falsche Richtung, aber was tut man nicht alles für einen Kaiserschmarrn (und einen Cache). Allerdings haben die wirklich unzähligen Fliegen auf der Alm den Genuß etwas getrübt.

Von der Blaualm ging es dann weiter Richtung Schildenstein (Jule und Elia sind mit mir noch hoch), und über einen sehr schönen Weg via Königsalm und Gaißalm wieder runter, und zum Schluß durfte ich noch die letzten 500m zum richtigen Parkplatz laufen, um das Auto zu holen. Nachdem natürlich alle am Schluß wieder Hunger hatten, gab es noch einen kurzen Zwischenstop beim Netto und ein abschließendes Picknick am Ufer des Tegernsees.

Hier ist alles noch ganz harmlos

Sonntag, 11. August - Wolfsschlucht: Nachdem Gracie während des Urlaubs von Hermann in Alaska am Chiemsee weilte und sie die ganze Zeit auf irgendwelchen Wanderungen, Kursen o.ä. weilte, schafften wir es dann doch einmal, eine Audienz zu bekommen. Nicht lang, denn sie musste um 17:00 Uhr wieder los zu einem Konzert, aber immerhin. Also sind wir mit Sack und Pack und vor allem dem Faltboot an den Chiemsee gezogen, um dort vom Hafen aus gemeinsam aufzubrechen. Ich mit wechselnder Besetzung im Faltboot, Moni mit Grace und den anderen Kindern im Elektroboot. Die Fahrt führt uns bis zur Insel Herrenchiemsee, wo im Wasser noch ein paar Ruinen des ehemaligen Doms liegen und dazu natürlich auch der passende Geocache. Nach längerer Sucherei im Morast und einigen Schnittwunden durch scharfkantige Muscheln wurde auch dieser Cache gefunden. Die Segelbilder sehen spektakulärer aus als sie sind, es war eher ein sehr laues Lüftchen, mit Segeln war also nicht viel.

Montag, 12. August - Catie wird 9: Caties Geburtstag. Das Wetter war dem Anlaß entsprechend und Lukas hat, zusammen mit Nico und Moni, sogar ein Geburtstagsgeschenk vorbereitet. Nicht sonderlich viel vorher (am selbigen Vormittag), aber immerhin, er hatte eine tolle Idee und hat sie umgesetzt. Am Nachmittag wollte Catie dann als Geburtstagsfeier eine Cocktail-Party machen. Gesagt getan, wir haben diverse Sorten Saft angekarrt, Eiswürfel kommen ja aus dem Kühlschrank und Johanna hat 2 Cocktail-Shaker beigesteuert (einen sogar als Geschenk an Catie!). War eine lustige Feier, selbst als wir dann unter den Carport ziehen mussten, weil es anfing zu dröppeln. 

Dienstag, 13. August - Auf nach Krün: Der Tag nach Caties Geburtstag diente der Rekonvaleszenz. Was bei dem ganzen Saft auch notwendig war. Die von mir geplante Tour an / um den Königssee ließ sich allerdings nicht realisieren - alle Hütten rund um den See waren komplett ausgebucht. Bei der Suche nach Alternativzielen ist mir dann zum Glück noch die Soiernhütte eingefallen, also sind wir dann am Dienstag Abend kurz entschlossen auf den Campingplatz nach Krün gefahren, damit wir am nächsten Tag keine so lange Anfahrt haben. Dabei war der Cobb-Grill und ca. 600gr von Hermanns frisch aus Alaska eingeflogenem Lachs. Der war vielleicht lecker. Und weil der Grill, wenn er einmal warm ist, gute 2 Stunden lang Hitze verbreitet, haben wir nach dem Lachs noch 1l Suppe gekocht und danach noch gute 1,5 Stunden um den Grill herum gesessen und uns Geschichten erzählt. Was ein toller Auftakt.

Mittwoch, 14. August - Hoch...: Die Wanderung an diesem Tag will ich gar nicht in epischer Breite beschreiben, die Bilder sprechen für sich. Ein toller, wenn auch anstrengender Weg, der uns an diesem Tag mehr als 1.300 Hm auf knapp 12km Strecke bescherte. Zwar hat Nico eigentlich ab Parkplatz geklagt, er könne nicht mehr, aber als wir dann ca. 7 Std. später in der Soiernhütte waren, war er nicht mehr zu bremsen und ist noch weitere 3-4 Stunden dort oben rumgeturnt. Der Weg ist wunderschön, auch wenn die Schöttelkarspitze leider genau in dem Augenblick in den Wolken lag, als wir drauf standen. Aber schöne Aussicht kann ja jeder :-)

Donnerstag, 15. August - Runter...: Eigentlich wollte außer mir ja sonst niemand noch großartig laufen, aber nachdem das Wetter großartig war und wo wir schon mal so weit oben waren, ließ sich die Meute doch dazu überreden, mit mir OBEN herum zurück zu laufen. Und was für eine Tour. Zuerst um den See herum und dann oben auf den Grat, der fast ganz um den Kessel herum führt. Wir haben Gemsen gesehen, ich sogar einen Salamander, wir haben 3 Gipfel erklommen, eine fürstliche Brotzeit gemacht und anschließend unsere Füße in der Isar gekühlt. Am Schluß waren alle etwas erschöpft, aber die Wanderung war ein grandioses Erlebnis und die Pommes auf dem Feuerwehrfest schmeckten gleich dreimal so gut! 

Samstag, 17. August - Kalte Füsse, nasse Arme: Während der Flut zu Pfingsten ist ja der bestehende Cache am Wehr weggeschmemmt worden, also war der Platz frei für einen eigenen Cache. Lukas und ich haben lange rumgetüftelt, aber schließlich wurde "Kalte Füsse, nasse Arme" geschaffen. Der Name ist Programm, es hat viel Spaß gemacht, in zu legen, und anscheinend sind auch die Finder bislang recht angetan. Mal schauen, was die im Winter sagen....

Tja, und dann wollten wir ja eigentlich auch noch nach Frankfurt zurück. Aber die Sonne schien, Moni und ich hatten spannende Bücher, die Kinder waren höchst beschäftigt und so richtig aufraffen konnte sich niemand. Angesichts der Schule am Montag wollten wir aber auch nicht am Sonntag fahren, also haben wir uns dann irgendwann doch dazu durchgerungen, Kinder und Gepäck ins Auto geschmissen und sind gegen 21:30 losgegurkt. Was immerhin den Vorteil hatte, dass die Kinder schnell geschlafen haben und die Autobahnen frei waren. Und so gingen also grandiose Sommerferien zu Ende