2013-08-18 Schillerschule

Das letzte Ferienwochenende bzw. der Sonntag begann recht gemütlich mit einem Ausflug ins Liebieghaus zum dortigen Tag der offenen Tür. Wir haben viel über griechische Sagen gelernt (von Athene, die die Panflöte wegwarf, dem Satyr, der sie dann doch holte und wem auch immer, der ihn dafür nicht mehr so gerne mochte....)

Am Dienstag dann der große Tag: Einschulung in der Schillerschule von Lukas. Sowohl Hermie und Grace als auch Uli und Silke haben den mehr oder weniger weiten Weg nach Frankfurt auf sich genommen, um Lukas in seine nächste Lebensstation zu begleiten. Die Schule hat bemerkenswerter Weise zwei identische Einschulungsveranstaltungen hintereinander aufgesetzt, weil die 180 Schüler samt Anhang einfach nicht in die Aula passen. Dafür war der Empfang sehr nett, die Darbietungen von Orchester und Band sehr hörenswert und Lukas guter Dinge.

Diese Zeilen schreibe ich ca. 4 Wochen später, und mittlerweile läßt sich auch ein wenig sagen, wie sich unser großer so dort macht.

Er ist das einzige Kind, das nicht mit anderen Kinder zusammen aus einer Schule an die Schillerschule kommt. Genau genommen ist er sogar das einzige Kind, das von nördlich des Mains kommt (wenn man von einem Kind aus der Nähe des Römer mal absieht). Dafür kommen ca. 15 Kinder aus der Textorschule und es gibt diverse andere Cliquen, dementsprechend eng gestrickt sind natürlich die bisherigen Gruppen. Lukas hat das in den ersten Wochen einfach dadurch gelöst, dass er in den Pausen in die Bibliothek gegangen ist und gelesen hat. Es gibt zwar eine Reihe Jungs (aus den älteren Jahrgängen), die dort kicken, aber die sind ihm zu vulgär... Scheidet das also auch aus. Nach ein paar Tagen hat er dann aber doch die Pausen mit Kindern aus seiner Klasse verbracht, u.a. mit Juhani (halber Finne). Die Lehrerin hat die sehr unterschiedliche Verteilung natürlich auch bemerkt und mittlerweile die Kinder auch ein paar Mal die Plätze tauschen lassen.

Ansonsten hat Lukas jede Menge neue Bücher & Hefte, Hausaufgaben und das natürlich Teenie-Zentrum. In letzterem hat er sehr viel Spaß, er hat dort auch ein paar Jungs, die er schon von früher kennt (Hannes von den Kickers zum Beispiel), und außerdem hat jedes Kind dort eine halbe Stunde Computerzeit in der Woche. Also extra cool, natürlich.

Zur Schule geht es übrigens mit der U-Bahn. Das schöne neue Rad steht also erstmal im Flur rum, aber es kann auch nicht schaden, wenn er sich erstmal an die U-Bahn gewöhnt. Und auch nach 4 Wochen kommt immer wieder mal ein Anruf, wohin er denn jetzt müßte, oder das eine U-Bahn ausfalle oder was auch immer. Leider müssen wir jetzt auch immer bereits um 06:45 aufstehen, weil Lukas bereits um 07:15 aus dem Haus muss, denn die Schillerschule muss ja schon um 07:45 anfangen. Seufz. Aber egal, damit sind wir Morgens früher dran, und das hat auch seine Vorteile.

Als wesentlicher Motivationsfaktor hat sich übrigens auch die richtige Tasche rausgestellt. Schulranzen sind auf dem Gymmi einfach nicht mehr hip. Das stand angesichts der zahlreichen beim Einschulungstag anwesenden Burton und sonstigen Rucksäcken zu befürchten, und als Einschulungsgeschenk von Uli und Silke (waren Ende August zum Kinderhüten noch mal ein WE in FFM) gab es dann einen - wie ich zugeben muss - sehr coolen und durchaus schlauen Rucksack. Mit vernünftigen Tragegurten, höhenverstellbarem Rücksystem, gepolsterten Hüftgurten und jede Menge SchnickSchnack. Jedenfalls sagte Lukas am Abend des Kaufs: Ich freue mich auf die Schule. Mal schauen, wie lange die Wirkung des Rucksacks anhält.

Lukas hat jetzt ja auch ernstzunehmende 3 Std. die Woche Englisch, also steht alle paar Tage Vokabeln lernen an. Der Klassiker, zweispaltiges Heft, links Englisch, rechts Deutsch, und dann lernen. Aber man muss ihm lassen, dass er das wirklich SEHR gut kann. Anscheinend bleibt das alles beim ihm kleben, denn schon beim erstmaligen Abfragen kann er quasi alles auf Anhieb, und selbst beim Buchstabieren der ab und an doch etwas anderen Schreibweisen hat keine Probleme, und selbst "too" und "two" kann er anstandslos auseinander halten. In Mathe macht er sicht (noch) ähnlich gut. Der Zahlenraum wurde - quasi über die Sommerferien - von 100.000 auf 100.000.000.000.000.000 ausgeweitet, nebenbei noch die Exponentialschreibung eingeführt (10^28 und so), aber er scheint damit gut zurande zu kommen. Einziges Manko: Seine 1,2,4,7 sind kaum voneinander zu unterscheiden, aber das kommt ja in den besten Familien vor.

Apropos Englisch: Catie, die ja ebenfalls Englisch in der Grundschule hat, ist eine begeisterte Englisch-Abfragerin, sowohl bei Lukas als auch bei Mara, die von Moni in Englisch und Französisch unterrichtet wird. Aus der Grundschule gibt es im Moment aber auch nicht viel spannendes zu berichten - hier läuft alles glatt. Bemerkenswert ist vielleicht noch, dass Nico am letzten Ferientag auch einen Ranzen gepackt und ein Federmapperl hergerichtet hat und meinte, Frau Schulz würde es sicherlich kaum auffallen, wenn er auch einfach mal in die Schule ginge. Eigentlich hätte man es ausprobieren sollen :-)

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