2014 Schweden

Klicken Sie auf ein Bild, um es größer anzuzeigen.
Zurueck zum Kalender

Freitag, 22. August - Moni und ich sind mit dem Auto gen Norden aufgebrochen. Ich habe sie dann in Hannover in den Ice nach Berlin gesetzt, wo sie die Kinder eingesammelt hat und bis selbst weiter nach Hamburg zur Übernahme des Wohnmobils. Ich habe dann in der Zwischenzeit das Wohnmobil übernommen und die ersten 200 EUR Lebensmittel eingekauft. Ging auch alles wunderbar, und gegen 20:00 waren wir alle wieder versammelt. Noch die Taschen im Wohnmobil verstauen, und los gings! Sehr weit sind wir am Freitag aber nicht mehr gekommen. Wir wollten Samstag unbedingt noch in Deutschland einkaufen, daher haben wir irgendwann kurz vor Flensburg einfach an einer Autobahnraststätte übernachtet.

Samstag, 23. August - Anschließend an einen Stadtbummel durch Flensburg (neue Wolle für Catie zum Häkeln gekauft) haben wir noch die letzten notwendigen Lebensmittel aufgefüllt und sind dann nach Dänemark. Genauer gesagt nach Kopenhagen. Vom dortigen City-Camp (Parkplatz mit Steckdosen, aber dafür mitten in der Stadt) sind wir dann zum Bahnhof aufbrochen, um erst Lukas (gemeinsam mit Katharina und Mathis auf dem Rückweg von Göteborg) und später dann auch Gracie einzusammeln, die sich noch hat überreden lassen, mit uns zu fahren, anstatt alleine im Tessin zumzuhängen. Abends waren wir dann noch gemeinsam im Kopenhagener Tivoli, aber die Fahrgeschäfte wären noch einmal alle einzeln mit 4-12 eur zu Buche geschlagen, daher sind die Kinder nicht gefahren. Dafür hat Graziella uns zu einem super Abendessen im Tivoli-Brauhaus eingeladen. Und das war wirklich sein Geld wert.


Sonntag, 24. August - Copenhagen nach Skanör

Ich bin recht früh aufgewacht und habe schon zwei Caches im Hafen und Umgebung gesucht, bevor die anderen gegen 09:00 Uhr (oder so ähnlich) sich auch mal aus den Betten geschält haben. Dann gab es erst einmal ein leckeres Frühstück, bevor wir dann zu einem ausgedehnten Stadtrundgang aufgebrochen sind. Mit Bootstour durch den Hafen und anschließendem Spaziergang zur Meerjungfrau. Dummerweise war zwischendurch auch noch IronMan, so dass wir teilweise doch längere Umwege in Kauf nehmen mussten, um voran zu kommen. Mein Highlight war der Aufstieg auf die Kuppel des Marmornen Doms, zu der wir zufällig genau rechtzeitig kamen. Gegen 18:00 sind wir dann nach Schweden aufgebrochen und nach der Querung der Öresundbrücke (für schlappe 100 EUR!!!) sind wir auf die Halbinsel Skanör / Falsterbo und haben unseren ersten Abend in Schweden an einem (sehr windigen) Hafenparkplatz mit Blick auf's Meer verbracht. Der Cobb-Grill wurde auch bemüht, um die Steaks, die noch aus Deutschland stammen, zu Grillen, und trotz der Kühle war es ein sehr schöner Abend! Graziella war dann noch auf einen Tee im Hafenrestaurant, als Moni und ich die Kinder im Bett hatten und dazu stoßen wollten, wurde allerdings gerade geschlossen.

 

Montag, 25. August - Skanör nach Mölle
Wieder war ich als erstes wach (gegen 07:00 Uhr) und bin also schon mal 10 km gelaufen (u.a. an einem Golfplatz lang...) und dann sind wir gemeinsam zu Schwedens südwestlichstem Zipfel gelaufen, beim Falsterbo Leuchtturm und dem drittältesten Golfplatz Schwedens vorbei. Dann zog es aber doch gen Norden, und in einem großen Bogen sind wir um Malmö rum (hatten alle keine Lust auf Stadt) und sind direkt bis nach Helsingborg gefahren. Ein nettes kleines Städtchen, in der Stadt lauter kleine Studentinnen, die sich für die „Einschulung“ verkleideten (als Pippi Langstrumpf, Harry Potter o.ä.). In einem Outdoor-Laden wurde noch einmal aufgefüllt, und zum Ausklang gab es ein nettes Abendessen in einem Restaurant am Hafen (das einzige, was zu dieser Jahreszeit noch offen hatte). Im Dunkeln ging es bereits weiter nach Mölle auf die Halbinsel. Nach zwei Runden durch den Ort haben wir beschlossen, dass das Schild „Wohnmobile verboten“ sich auf die Seitenstraße und nicht den Hafenparkplatz bezog, und so sind wir also direkt am Hafenbecken stehen geblieben. Kam auch keine und hat sich beschwert.





Dienstag, 26. August - Mölle bis Mellbystrand
Ich war wieder früh unterwegs, das gemeinsame Frühstück wurde dann 2 Stunden später auf dem Picknicktisch im Hafen eingenommen. Und dann ging es zu einer 12km Tour rund um den Kullen (der Bergrücken, aus dem die Halbinsel besteht). Eine tolle Wanderung, die selbst den Kindern so gefallen hat, dass nicht einmal eine Klage kam ob der doch recht ausführlichen Strecke. Nach einem Shoppingstop in Ängelholm (Lebensmittel, u.a. Shrimps zum Grillen) ging es weiter nach Mellbystrand zu Marias Camping, wo wir zuerst die Shrimps und dann noch zwei Entrecôtes auf den Grill gehauen haben. Lecker.




Mittwoch 27.08. - Mellbystrand nach Ugglarp
Nach der morgendlichen Runde (9,5km) gab es Bacon frisch from Grill und getoastetes Brot. Und nun sind wir am Strand bei Mellby und genießen die Sonne (auch wenn der Wind es doch etwas kühl werden lässt). Und wir waren mit dem Faltboot in der Brandung. Hat gut funktioniert, ist aber nicht ganz ohne. Wenn die Brandung etwas schräg kommt, stellt sich das Boot schnell quer, und Bert ist in so einer Situation schon mal gekentert. Wir aber nicht :-) Abends ging es dann weiter an der Küste lang, und nach kurzer Fahrt waren wir bei Ugglarp. Der Campingplatz ist aber sehr viel netter, als sein Name vermuten läßt, wir standen in der ersten Reihe – gegenüber nur noch Strand und das Meer (und dazwischen eine Landstrasse von der Größe des Musikantenwegs. Aber weniger befahren.) Zum Abendessen gab es wieder etwas vom Grill (inkl. Halumi für unseren neuen Flexitarier Lukas, der nur noch zwei mal im Monat Fleisch essen will – und das bisher auch durchgehalten hat.


Donnerstag 28.08. - Ugglarp bis Göteborg
Die morgendliche Runde hielt auf ca. 8km 4 Geocaches, 8 Mückenstiche und 1 Zecke bereit. War aber sehr schönes Naturschutzgebiet (Vesslunda Naturreservat - wie sie hier eigentlich überall zu finden sind).
Nach dem Frühstück konnte ich die Kinder noch für einen kleinen T4er begeistern, der dann auch schöne Felsenkletterei und einen Travel Bug für uns bereit hielt. Von Ugglarp ging es weiter nach Norden, weitgehend die Küste entlang, einmal kurz durch Falkenberg und dann weiter auf die Halbinsel bei Kungsbacka. Im kleinen Örtchen Onsala wurde eine tolle Kirche aus dem Mittelalter besichtigt, die innen noch eine Holzverschalung an der Decke hatte und Schiffsmodelle baumelten von Decke. Und ein Freibeuter (=Pirat im Auftrag der Krone) hatte nach größerer Spende sein Grab doch unter kirchlichem Dach gefunden.
Weiter ging es nach Vallda Sandö, einer tollen Badebucht 20 km vor Göteborg. Hier ist mit Sandstrand schon nicht mehr viel zu wollen. Schären, so weit das Auge reicht, im Wasser, an Land, überall diese tollen rundgelutschten Felsen. Wieder eine tolle Gelegenheit, das Boot rauszuholen und eine kleine Runde zu paddeln. Nico und ich haben den dortigen Kraxelcache auch nach einer Weile gefunden.
Abends ging es dann weiter nach Göteborg, zuerst zum Camping auf dem Liseberg, und von dort dann natürlich direkt in die Stadt zu gleichnamigen Vergnügungspark. Und das ist in Schweden schon etwas anderes als in Dänemark. Nach dem Eintritt waren wir nicht sofort pleite, und die Kinder konnten sogar ein paar Fahrgeschäfte nutzen. Zuerst waren wir alle zusammen in einer kleineren Achterbahn (so wie das Eichhörnchen-Ding im Taunus), während Graziella auf die Sachen aufpasste. Die zwei großen sind dann noch auf einer anderen Achterbahn gewesen und haben mich doch dann tatsächlich auf die große Holzachterbahn geschleppt. Auch die Frage bei der wirklich sehr netten Kartenabreißerin, ob die Bahn für Personen >40 Jahre auch zugelassen wäre, konnte mich nicht retten. Nun denn, Catie und ich saßen in einem Wagen, und wenn es nicht der Radau der alten Achterbahn war, so doch Caties 2 minütiges Gequietsche, welches für ein schönes Nachfiepen sorgte :-) Lukas hat sich sehr darüber amüsiert, dass Catie so rumgequietscht hat („auf den geraden Strecken hast Du nur Luft geholt, um dann weiter zu quietschen!“ - hatte er vermutlich recht...), musste aber selber zugeben, dass er auch gerne mit jemandem im Wagen gesessen hätte. Abendessen gab es bei einer der fünf (5!) Burger King Filialen im Park, und Nico war für den Autoscooter leider zu klein. Dafür durfte er dann auf eine Torwand schießen mit per Beamer projeziertem Torwart. 3 Schuß 2 Euro. Aber es war ja sein Geld. Mit Nonna Graziella waren wir dann noch zusammen auf dem Riesenrad, wo sich unsere Kinder dann wirklich angestellt haben. War aber vielleicht auch nur Show. Ich weiß nicht mehr genau, wann wir wieder am Campingplatz waren, aber mittlerweile war nicht nur Nico müde.....

 

Freitag, 29.08. - Göteborg
Die Anzahl der Caches auf der morgendlichen Runde weiß ich nicht mehr, aber es waren immer noch viele Mücken unterwegs im Wald. Nach dem Frühstück ging es in die Stadt, und wer Moni kennt, weiß: Mit Moni reisen, heißt Böötchen preisen. Also wurde - nach etwas hin und her - die Bootstour durch die Göteborger Innenstadt als erstes angegangen. Highlight natürlich - neben den vielen Witzen über Dänen und Norweger - der Käsehobel, eine Brücke, die so niedrig ist, dass man sich tatsächlich auf den Boden setzen musste, weil die Brücke wirklich sehr tief hängt. Haben wir auch überlebt. Man ist fast schon froh, dass es auch in Schweden häßliches gibt, wie z.B. das beschönigend "Lipstick" getaufte Monstrum am Hafen. Anschließend waren wir im Universeum, einem wirklich tollen Naturkundemuseum direkt neben dem Liseberg. Ich habe Moni und die Kinder kaum nach draußen bekommen. Graziella hat anschließend netterweise noch ein Abendessen im In-Viertel Göteborgs geschmissen. Es gab lecker Miesmuscheln (nur etwas wenig. Und daran war nicht mal Nico schuld...)


Samstag, 30.08. - Göteborg nach Lillestrom
Samstag Morgen waren wir noch einmal kurz in der Stadt. Einkaufen, Mittagessen, Graziella wegbringen.... Es war dann doch erst gegen 15:00 Uhr, als wir aus Göteborg aufgebrochen sind. Dummerweise wollten wir Maut sparen (haben wir auch) und sind durch die Wallachei nach Oslo gefahren. Und Wallachei meint hier wirklich Wallachei. Gefühlt war es eine Ewigkeit, in Wirklichkeit wohl gar nicht mal so lang. Ein Slapstick von unterwegs soll nicht unerwähnt bleiben: Da die Straße doch etwas kurviger war, musste Nico dann mal irgendwann kotzen (seitdem hieß die vormals "Spülkiste" getaufte Plastikkiste nur noch "Kotzkiste". Ist auch die schönere Alliteration). Als dieses Malheur beseitigt war, wollte Nico noch kurz seinen Mund ausspülen. Das Wasserglas war aber noch nicht ganz leer und stand auch bei der nächsten Bremsung auf dem Tisch. Danach aber nicht mehr. Dafür hatte Lukas einen recht nassen Fleck zwischen den Beinen. Irgendwann waren wir dann doch in Oslo und konnten, nach dem die Kinder schliefen, in Ruhe mit Nina und Even quatschen

Sonntag, 31.08. - Lillestrom
Sonntag waren wir auf dem netten kleinen Bauernhof in der Nähe von Nina und Evens Haus, bei dem wir schon vor einigen Jahren waren. Diesmal war das Wetter doch erheblich besser, und Catie ist auch nicht barfuß im Schnee rumgelaufen. Nachmittags waren die Männer noch beim Ligaspiel LSK Lillestrom vs. LSK Haugesund. Norwegische erste Liga. Mit Appartmentblock als Südtribüne - auch nicht schlecht. Leider hatte die Kamera oder die Karte irgend einen Hänger, deswegen gibt es leider nur wenig Bilder aus Lillestrom :-(

 

Montag, 01.09. - Oslo und Drammen
Den Tag haben wir damit verbracht, uns Oslo anzuschauen. Gestartet sind wir im FRAM-Museum, benannt nach dem Boot, mit dem Roald Amundsen als erster den Nordpol erreichte. Faszinierender Mann, auch wenn nur die Hälfte stimmt, was die Norweger im Nationalstolz so aufgeschrieben haben :-)
Danach ging es weiter in die Stadt, zur frisch errichteten Oper. Ein tolles Gebäude, das wie ein Eisberg aus dem Hafenbecken ragt. Abends haben wir dann noch Meike & Ragnar in Drammen besucht. 

Dienstag, 02.09. - Lillestrom nach Ramsvik
Schweden hat uns wieder. Noch nicht direkt, denn erst haben wir noch in Frederikstadt gehalten, mit einer der best erhaltenen Stadtbefestigungen in ganz Skandinavien. Sehr idyllisch, sogar der Streik beim lokalen Bäcker (2 Leute!). Über die Autobahn ging es dann weiter nach Süden (Ausnahme: Swinesund, den haben wir auf der alten Brücke gequert) bis nach Ramsvik, auf der Höhe des Vänersees gelegen. Eine traumhafte Schärenlandschaft, die in der Abendsonne einfach nur phantastisch war. Beim anschließenden BBQ haben nicht mal die Mücken stören können (jedenfalls mich nicht).



Mittwoch, 03.09. - Bootstour rund um Ramsvik, Ellös
Wir haben uns ein Motorboot geliehen. "Titanic". 9 PS (oder waren es 13). Egal, nicht schnell, aber unsinkbar (jedenfalls haben wir es nicht dazu gebracht) und toll, um einen Tag durch Schären zu tuckern. Für jeden was dabei: Chillen (Lukas), Caches (John), Boot (Moni), Baden (Catie), Quatsch machen und nackig rumspringen (Nico). Ein Tag, den Moni spontan zu einem der zehn schönsten Tage ihres Lebens deklariert hat. Weil es dort so schön war, konnten wir uns lange nicht vom Strand in der Nähe des Campingplatzes losreißen. Schlußendlich sind wir dann doch noch Richtung Süden getuckert und über kleine Inseln, Brücken, Fähren und an idyllischen Buchten vorbei bis Ellös vorgedrungen. Ist so groß, wie es klingt, und auf dem leeren Parkplatz direkt am Hafen konnte man prima nächtigen. Und Grillen. Und den Sonnenuntergang anschauen. Und und und.....




Donnerstag, 04.09. - Ellös nach Bua
Das Ende des Urlaubs war nun einmal nicht abzuwenden, aber einen letzen Tag am Meer wollten wir uns nicht entgehen lassen. Eine tolle Badebucht bei N 58° 01.756 E 011° 45.797 (siehe Bilder unten) zum Schluß war also genau das Richtige. Auch hier wollte der Nachmittag nicht enden, aber ein versönliches Ende bereitete uns dann noch der RV-Stellplatz in Bua, wo jeder so ein wenig vor sich hin busselte. Die Jungs spielten mit ein paar Mädels aus dem Ort Fussball, Catie hat gelesen und Moni und ich haben den Hafen erkundet.


Freitag, 05.09. - Nach Hamburg
Das war zum Schluss noch einmal ein langer Stiefel. Von Bua über Helsingborg und Helsingor, Rodbyhavn und Puttgarden nach Hamburg. Und dann noch ausräumen. Netterweise haben Thilo und Jessica uns an dem Abend noch Asyl gewährt, und so konnten wir den letzten Tag des Urlaubs noch zu einem schönen Abschluß bringen.