KROATIEN 2015

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6. August 2015 – Frankfurt nach Westerham

Nach den recht stressigen Tagen mit Autokauf und Co. war der Mittwochabend schon recht entspannt. Nico war den Nachmittag über bei Wieland, wo ich ihn gegen 19:00 Uhr eingesammelt habe. Grund genug, um mit Anne erst einmal ein Ferienanfangsbierchen zu trinken. Da wir ja umsichtige Leute sind, haben wir uns die ersten 3 Bierchen auch erst einmal geteilt. Irgendwann kam dann noch Holger dazu, und wir sind mit den Jungs zum Berger Kebap aufgebrochen und haben uns dort zu Abend verköstigt. Dann stand noch die Runde zum neuen Auto an, welches Anne und Holger ja nun auch mal sehen wollten, und im O-Ton, wo Caro und Wibke saßen, gab es dann Bierchen Nummer ach egal, jedenfalls noch eines.

Am Donnerstag ging es dann auch für mich los. Moni war mit den Kindern schon seit letztem Wochenende in Westerham, ich bin mit Nico und dem neuen Auto am Donnerstagmittag aufgebrochen. Vorher haben wir allerdings noch einmal im Kinderladen vorbei geschaut und WIRKLICH Tschüss gesagt (nach den vielen Malen vorher…).

Die Fahrt verlief, von ein paar Staus und einem Geocache abgesehen, reibungslos, und so waren wir gegen 18:00 Uhr in Westerham. Dort war erst einmal noch ein wenig aufräumen angesagt (die Reste von der Bachauskehr), bevor es dann nach ausgiebigem Fussballspielen zu einem gemütlichen gemeinsamen Pizzaessen vor dem Astor’schen Anwesen kam. Jan und Gisela ließen ein paar Bierchen springen, die Kinder fuhren kreuz und quer auf allen möglichen Gerätschaften durch die Gegend und wir konnten den ersten Ferienabend genießen.

 


Freitag, 7. August 2015 – Westerham nach Klagenfurt

Das Zeitziel war ehrgeizig. Wir wollten um 09:00 Uhr im Auto sitzen, da wir ja erstens noch Catie abholen mussten und die zweitens auch noch Generalprobe für ihre Vorführung am Nachmittag hatte (zu der sie eh schon nicht gehen konnte, was sie aber sehr gelassen hinnahm). Klappte aber beides super. Wir saßen tatsächlich um 09:00 Uhr im Auto und Caties Generalprobe mit ihrer Gruppe klappte auch super.

Gegen 11:00 Uhr hieß es dann auch „Auf nach Klagenfurt“. Den Nachmittag haben wir dort mit Mittagsschläfchen (ich), Lesen & Arbeiten (Moni) oder sportlichen Aktivitäten (alle Kinder) verbracht. Immerhin konnte ich Catie dann später noch überzeugen, mit mir ein paar der örtlichen Geocaches zu suchen. 4 Stück waren es dann immerhin, und ganz schöne (u.a. T4,5 auf einem Baum, an einem verwunschenen Teich, zu dem man nur durch einen Tunnel kam). Außerdem haben wir zwei Störche gesehen, einen Bussard (oder so), einen Graureiher und ein Rudel Hirsche (OK, letztere waren in einem Wildpark, aber hey, es war ein Rudel Hirsche).

Abends sind wir dann noch nach Klagenfurt City auf das Altstadtfest. Sehr sehr viele Leute und sehr laute Musik, die aber so dicht gestaffelt war, dass man die einzelnen Bands / DJs kaum unterscheiden konnte. Die Kinder durften am Schluss noch eine Runde Autoscooter fahren und waren glücklich. Und wir müde.



Samstag, 8. August 2015 – Klagenfurt – Villach – Baska (Krk)

Die Fahrt war lang. Sehr lang. WoMo in Villach gegen 1200 abgeholt, getankt, umgepackt und losgefahren. Über den Loiblpass, weil Stau am Karawankentunnel, was auch prima ging. Erster Geocache in Slowenien gefunden (nähe Südportal Loibl-Tunnel). Dann weiter durch Slowenien ohne Stau bis zur Grenze. Dort auf slowakischer zwei (!) gelangweilte Zöllner, in Kroatien ein (!) gelangweilter Zöllner, der sich mehr oder weniger lustvoll die Ausweise anschaute. Nicht etwa prüfte, durch ein Lesegerät zog oder so. Nein, einmal kurz durchblättern, und dann zurück. Ein Zöllner am Hauptreisetag ist echt ein Witz. Ca. 60 Minuten hat der Spaß gedauert. Und dann noch einmal 10 Minuten an der Mautstelle, die aber immerhin ordentlich besetzt war. Der Vorteil war, dass der Rest der Strecke dann leer war (standen ja alle noch bei der Grenze) und wir problemlos auch um die normalerweise sehr stauige Region Rijeka herum gekommen sind. Auf Krk dann noch einmal eine gefühlte Ewigkeit, bevor wir dann gegen 21:00 Uhr auf dem Campingplatz angekommen sind, wo uns Jörn und Silke bereits erwartet haben. Mit Abendessen!!!!



Sonntag, 9. August 2015 – Baska (Krk)

Morgens Early Bird mit Jörn auf die nördliche Flanke der Bucht mit diversen Caches. Dann an den Strand, über Mittag in den Westen der Insel, einen Lost Place der besonderen Art suchen. Das alte Luxushotel, welches Tito gemeinsam mit dem Chef des Penthouse gebaut hat, welches aber wegen Differenzen in Bezug auf Management dann doch nie in Betrieb genommen wurde. Oder jedenfalls nicht mehr im Betrieb ist. Sehr spannend, nichts abgesperrt, überall Scherben.

Auf dem Rückweg einkaufen, noch ein paar Dosen, dann wieder Baden und zum Abend kamen Tomas und Johanna aus Westerham noch zum Grillen vorbei, die auch zufällig auf Krk Urlaub machen.

 

Montag, 10. August 2015 – Baska (Krk) – Cres – Poljana (Losinj)

Jörn und ich haben wieder einen Early Bird gemacht. Es ging um 0630 los, diesmal aber auf die andere Seite der Bucht nach Süden auf das dortige Panorama. Auch sehr schön, allerdings ganz anders als die gegenüber liegende Seite. Sobald man die Ebene verließ, war es nur noch Schotter auf dem Weg nach oben und kein Strauch mehr auf dem Plateau – geschweige denn ein Baum. Dafür natürlich eine tolle Aussicht.

Nach dem Frühstück ging es dann auch flugs zur Fähre nach Cres, denn wir wollten ja Abends in Mali Losinj sein (auf dem nächsten Campingplatz). Die Wartezeit für die Fähre war ungefähr doppelt so lange wie die eigentlich Fahrt (vielleicht auch noch mehr), aber dafür war die Straße, die Cres entlang führt, tiptop ausgebaut und wir kamen gut voran. Einen Zwischenstopp gab es noch in Cres bei einem sehr guten Mittagessen, das allerdings so lange brauchte, dass wir vor Langeweile noch einen Mystery lösen und loggen konnten, der dort um die Ecke lag.

Auf dem Campingplatz hat es dann noch etwas gedauert, bis man uns einen vernünftigen Standplatz zuweisen konnte, zumal es zuerst hieß, dass wir zwei Plätze zahlen sollten, obwohl wir uns einen geteilt haben. Aber auch das ließ sich dann mit dem Reisebüro klären und wir konnten endlich ins Meer hüpfen. Welches hier wirklich toll ist. Jetzt kam auch das Faltboot zum ersten Mal zum Einsatz (wenn auch nur kurz – das Abendessen nahte….)



Dienstag, 11. August 2015 – Poljana (Losinj)

Wie schon die letzten Tage, sind Jörn und ich wieder früh aufgebrochen. Diesmal allerdings noch etwas früher als sonst, bereits um 0600 trafen wir uns bei den Tags zuvor gemieteten Rädern, da in Laufweite nichts zu holen war, sondern wir erst einmal knappe 8km „Anreise“ hatten auf die Halbinsel, die nördlich von Mali Losinj liegt. Dort erwartete uns gleich eine ganze Reihe von tollen Caches. Zuerst natürlich zu erwähnen der alte Munitionsbunker der kroatischen Marine, in dessen Generatorraum sich ein Cache befindet. Dieser musste allerdings erst einmal gefunden werden, und nachdem dort unten kein GPS funktioniert, war das schon mit etwas Suche verbunden. Wir hatten aber Glück und sind im Labyrinth recht schnell zum Ziel gekommen, und nach einem kurzen Check des Spoilerbilds war dann auch klar: hier ist es! Das System an sich ist noch recht gut vorhanden, inkl. Der Lorengleise auf dem Boden, in denen anscheinend seinerzeit die Munition transportiert wurde. In Deutschland wäre das Ding wohl – ähnlich wie das Hotel, komplett verbarrikadiert gewesen.

Auf der Halbinsel warteten noch eine Reihe weitere Caches auf uns, u.a. ein toller Earth-Cache von einer Gesteinsfaltung des Karstgesteins. Wirklich klasse, so etwas sieht man in der Art wirklich selten.

Im Hafen von Mali Losinj, durch den wir auf dem Rückweg gefahren sind, haben wir uns dann noch nach Bootstouren für den folgenden Tag erkundigt, und es gab auch vereinzelt noch Plätze, leider waren die aber alle ausgebucht, als wir dann wieder am Campingplatz waren und das mit den Damen durchgesprochen hatten. Ist halt Hochsaison.

Wieder am Campingplatz kam ein entspannter Tag am gar nicht mal so vollen Strand, mit viel Schnorcheln & Schwimmen, in der Sonne (bzw. im Schatten) faulenzen und für Moni und mich gab es sogar eine Rückenmassage. Gegen 1700 sind wir dann alle gemeinsam in die Stadt aufgebrochen. Nico und Lukas gemeinsam mit mir im Faltboot, der Rest mit dem Bus. D.h., der Rest wollte mit dem Bus fahren, der Bus aber nicht mit ihnen (bzw. gar nicht) und daher sind die anderen dann per Auto-Stop nach Mali Losinj gefahren. Wir haben in einem sehr guten Restaurant gegessen, sind danach etwas durch die Stadt gebummelt (wobei jeder an jeder Milchkanne stehen geblieben ist….) und ich bin dann irgendwann nach dem dritten Knatsch mit dem Boot gen Campingplatz gepaddelt (wieder mit Nico und Lukas). Es war traumhaft, das Wasser glatt wie Seide, das Boot glitt durch die Dunkelheit und wir sind sogar aus Spaß unter dem im Hafen vertäuten Fährkatamaran durchgefahren. Spannend. Jetzt noch ein paar Vorbereitungen für Caties Geburtstag Morgen und dann geht es ab ins Bett.

 

Mittwoch, 12. August 2015 – Bootstour rund um Mali Losinj

Caties Geburtstag. Dank der tollen Planung von Silke befanden sich zahlreiche Geburtstagsutensilien an Bord der Wohnmobile, u.a. ein Kuchen und ein Satz Kerzen. Sowie diverse Geschenke, die den weiten Weg von Deutschland bis nach Kroatien angetreten haben. Nach dem Auspacken ging es dann auch gleich los, denn wir hatten schließlich eine Bootsfahrt mit der "Pirat" gebucht. Eigentlich wollten wir lieber auf ein anderes Boot, aber das war dann zu schnell ausgebucht, also sind wir auf dem größeren Schiff gefahren. War vielleicht auch gar nicht so schlecht, denn das kleine war schon recht voll.

Nach einem Kaffee für die Damen ging es gegen 10:00 Uhr auch schon los. Erste Station die Insel Susak genau im Westen. Besonderheit: Die Insel hat nicht nur einen der wenigen Sandstrände, sondern scheint insgesamt überhaupt aus Sand zu bestehen, wie sich bei einer ausgiebigen Tour ins Inselinnere zeigte, die Silke, Jörn und ich unternahmen. Warum auch immer es so ist, jedenfalls wurde der Umstand auch weidlich ausgenutzt, um in das Inselinnere ein schön großes Loch zu graben. So ungefähr wie Gevelsberg in der Größe. Oder so ähnlich.

Nach der Badezeit ging es weiter nach Süden zur Insel St. Ilovik und St. Petar. Beide ganz nett, aber nicht so spektakulär, und die Badestelle war so la la. Sehr nett waren dafür die Delfine, die wir unterwegs getroffen haben, eine ganze Schule, die wirklich einige Zeit um das Boot herum gekurvt ist. Und das war wirklich toll anzusehen. An der Küste entlang ging es dann wieder Richtung Mali Losinj, und wir konnten unseren restlichen Familienmitgliedern zeigen, wo Jörn und ich uns einen Tag vorher im Frühtau herumgetrieben haben....

 

Donnerstag, 13. August 2015 – Veli Losinj, Fähre nach Zadar

Nach dem Aufstehen ging es direkt nach Veli Losinj, wo wir durch einen glücklichen Zufall einen Parkplatz in einer traumhaften Badebucht kurz vor Veli Losinj gefunden haben. Da mussten wir natürlich erst einmal ins Wasser, eh‘ klar, bevor wir dann über den schönen Uferweg Richtung Stadt gelaufen sind. Veli Losinj ist wirklich ein superschnuckeliges kleines Häfchen, wo wir direkt am Hafen ein leckeres Mittagessen genießen konnten. Auf dem Weg zurück zum WoMo sind wir dann noch einmal an einer anderen Stelle ins Wasser, wo es ein paar Klippen zum runter springen gab. Sogar Nico ist vom „3m-Brett“ runter gehüpft. Wirklich spaßig.

Die Fähre nach Zadar war schnell gefunden, aber sie hatte dann doch noch 1 Stunde Verspätung, bis es endlich losging. Die Fahrt über das Meer war sehr ruhig, ein toller Sonnenuntergang begleitete unseren Weg und es gab die obligatorische Brotzeit auf dem Oberdeck mit Blick auf die ins Meer tauchende Sonne.

Nach Mitternacht waren wir in Zadar und sind dem Tip des WoMo Reiseführers gefolgt, uns in Zadar an die Marina zu stellen. Gelesen, getan, und wir hatten einen super Stellplatz für die Nacht. Mit Disco-Begleitung.




Freitag, 14. August 2015 – Zadar bis Murter

Der Tag begann mit einem Frühstück in einem kleinen Cafe und einem anschließenden Bummel über den Markt. Dort wurden dann noch einmal Schwimmbrillen und Flossen für die Familie erstanden, und die Kinder konnten ein weiteres Mal das ausgiebige Verhandlungstraining mit Moni genießen. Nachdem unser Walk-Away-Preis aber recht hoch war, bekamen wir den ganzen Kram hinterher doch nur für 10 Kuna (1,3 EUR) billiger. Immerhin, davon kann man sich in Kroatien schon fast 2 Eis kaufen.... Weil es so affenartig heiß war in Zadar, haben wir den Stadtrundgang dann recht schnell abgekürzt und sind an der Meeresorgel baden gegangen. Also die Hoppens + Malte, Mara wollte nicht ins Salzwasser und Silke und Jörn hatten keine Ruhe zum Baden. Aber es war toll!!!!

An der Küstenstraße ging es weiter gen Süden zur Insel (eigentlich ja nur eine Halbinsel) Murter. Angenehmerweise läuft das Campinggeschäft hier ganz anders. Findest Du Platz, bleibst Du da, ansonsten nicht. Weil die Tante einfach an der Rezeption sitzen bleibt und wartet, ob Du mit oder ohne Mobil wieder auftauchst, gibt es natürlich auch wesentlich weniger Personal und man muss keine Golfcarts subventionieren, mit denen andernorts der Platzanweiser durch die Gegend gurkt. Was sich natürlich sofort auf die Preise nieder schlägt, was mir persönlich ja sehr sympatisch ist. So fanden wir einen Platz direkt am Wasser, mit Blick über die Bucht, beste Grilllage, was wir dann auch gleich in die Tat umgesetzt haben mit Cevapcici aus dem lokalen Camping-Store. Außerdem sind Moni und ich eine Runde mit dem Faltboot gesegelt, die Kinder haben den Nachmittag im Wasser verbracht (Sandstrand!).




Samstag, 15. August 2015 – Rundtour um Murter & Seeigel

Angefixt von unseren morgendlichen Ausflügen wollten Moni und Silke auch mal mit, und da wir die Kinder nicht alleine lassen können, mussten sie halt mit. Aufstehen also um 0630, geplantes losgehen um 0700, und wir waren tatsächlich um 0705 on the road. Ohne Gejammer. Es war angenehm warm (kühl kann man wirklich nicht sagen) und wir konnten den Weg bis nach Murter Stadt problemlos gehen. Zwischendurch ein paar Caches, einer mal wieder in einem alten Bunker, der auf einem Hügel lag, und ein paar weitere noch dazu. Gegen 0900 Uhr dann ein Frühstück in Murter am Markt mit Croissants, Eis und anderen Leckereien, und dann sind wir noch ein wenig durch die Stadt gebummelt.

Lukas ist dann mir noch zum mittelalterlichen Stadtkern aufgebrochen, während die anderen am Ufer entlang wieder gen Süden gehen wollten. Leider sind sie nicht sehr weit gekommen, sondern am ersten Stand mit Jetskis hängen geblieben. Lukas und ich sind dann also notgedrungen wieder zurück, aber ich muss sagen, auf diesen Dingern über das Meer zu heizen ist schon lustig. Leider ist Catie beim Baden in einen Seeigel getreten und hatte danach 6-8 Stachel im großen Zeh, die wir auch mit den von freundlichen Campern bereitgestellten Nadeln und Pinzetten nicht zu entfernen waren. Zum Glück wusste man in der Apotheke von Murter Rat, und die Kanüle erwies sich dann als probates Mittel, die Malaise zu beheben. Catie war wirklich unglaublich tapfer, ich war schon recht tief in ihrem Zeh drin, um wirklich alles von diesen Scheißstacheln rauszuholen.

Silke und Jörn sind derweil mit den zwei Jungs zurück Richtung Camping, und nach einer kurzen Erholungspause bin ich noch zur römischen Siedlung aufgebrochen, Catie wollte mit Moni nach einem kühlen Drink den Heimweg antreten. Zurück am WoMo machten sich Jörn und Silke bereits auf den Weg, die Freunde in Primosten treffen wollten, wir hatten einen sehr gemütlichen Abend mit Cevapcici vom Grill und einer gemeinsamen Runde „Dixit“, die wir wegen des aufkommenden Gewitters (noch regnet es aber immer noch nicht) dann doch in die Kneipe verlegt haben. Jetzt ist alles gepackt und eingeräumt, und Morgen kann es weiter gehen.




Sonntag, 16. August 2015 – Split im Regen

Nach kurzer Prüfung der Lage und Absprache mit Jörn und Silke sind wir dann direkt von Murter aus über die Autobahn nach Split gefahren, um uns den regnerischen Tag in der Innenstadt zu vertreiben. Nachdem wir Silke und Jörn per Zufall an einer Kreuzung getroffen hatten, ging die Parkplatzsuche recht schnell, und wir sind durch mehr oder weniger Nieselregen in die Stadt aufgebrochen. Der Stadtkern im Inneren des alten Diocletian-Palastes ist wirklich unglaublich. Ob des einsetzenden Regens sind wir erst einmal in die Katakomben geflüchtet, wo wir uns die weit reichenden Säle angeschaut haben, es gab dort sogar ein Klo und viele sehr gute Erläuterungen. Moni und Catie wollten dann an den Schmuckständen ein wenig bummeln, ich bin mit den beiden Jungs auf den Domturm gestiegen. Eine wahrlich abenteuerliche Sache, die Geländer entsprechen nicht mehr wirklich modernen Sicherheitsstandards, und es waren sehr viele (wenn nicht gar zu viele) Leute auf der Treppe. Dafür war die Aussicht auf die nähere Stadt super (für die weitere Stadt war die Sicht zu schlecht). Das heißt, wenn man die Chance hatte, nahe genug an die Fenster ran zu kommen. Weil dann immer mehr Regen einsetzte und es so oder so Zeit zum Mittagessen war, sind wir dann in eine unscheinbare kleine Kneipe, in der außer uns nur zwei kroatische Faktotums rumsaßen und ein Bierchen schlürften. Die Kinder waren zuerst etwas zurück haltend bzw. wollten in etwas Schickeres, Dank des väterlichen Vetorechts sind wir aber geblieben. Und das war ganz gut so. Die etwas spröde Kellnerin älteren Semesters taute nach einer Weile auf und erzählte uns, dass ihr Vater 35 Jahre bei Hanau gelebt hat (und sie ihn nie besucht hat), und das Essen war erstaunlich gut. So gut, dass die Kinder von der Rinderbrühe gleich eine zweite Portion essen wollten.

Nach einer Weile haben dann auch Jörn, Silke und Anhang zu uns gefunden, es hat allerdings so sehr geregnet, dass wir wieder ins Restaurant zurück sind, weil es dort wenigstens ein Dach hatte. Nach ein wenig Palaver zur weiteren Planung sind Jörn und ich dann los, die WoMos zu holen. Was auch ganz gut war, denn die waren aufgebrochen und durchsucht worden. Bei uns kam nur Lukas‘ Mobiltelefon und ein wenig Bargeld aus Monis Portemonnaie abhanden, bei Jörn leider auch zwei iPads, ein Laptop und eine größere Menge Bargeld (die eigentlich für die Kaution bestimmt war). Da bei uns kein Schaden war, den uns irgendeine Versicherung ersetzt hätte, sind wir dann direkt Richtung Trogir aufgebrochen, während Megelskis erst einmal zur Polizei sind.

In Trogir haben wir einen prima Stellplatz auf dem Marinaparkplatz gefunden, einen Steinwurf von der Stadt weg. Weil es immer noch schüttete, haben wir den ursprünglichen Plan, in der Stadt essen zu gehen, auch verworfen und haben uns einfach im WoMo einen Salat und Brotzeit gemacht. War auch lecker und wurde abgerundet durch die frisch gekauften Chips und Bier. Die Kinder (alle, Jörn und Silke sind zwischenzeitlich auch angekommen) haben dann noch eine Runde Dog gespielt, ich bin dann irgendwann aus dem damit doch recht vollen Wohnmobil geflüchtet und habe mit einer Dose Bier in der Hand noch eine Runde durch die Stadt gedreht und ein paar Fotos gemacht.


 

Montag, 17. August 2015 –Trogir und Fahrt nach Krka NP

Frühstück in Trogir in der Stadt, danach Bummel durch selbige. Auf den Turm des Doms sind wir in Trogir aber nicht mehr. Zu viele Leute, zu enge Treppe, da hatte ich dann keine Lust mehr. Weil Trogir ja auch nicht sooooo groß ist (und ich gestern Abend auch schon 2 Stunden in der Stadt war), sind wir gegen Mittag weiter nach Osten Richtung Krka NP, inkl. Mittagessen in einer Kneipe an der Landstraße (Spanferkel von mäßiger Qualität, die Fritten eine Frechheit), danach Baden auf dem Weg und ein Besuch des Fort St. Nikolas im Kanal St. Antony bei Sibenik (inkl. Keller – super!). Das war mal echt ein Abenteuer, muss man schon mal sagen!

Abends dann zum Camp Marina (hat nix mit Meer zu tun, die Besitzerin heißt so), Brotzeit und früh ins Bett. Um gegen Mitternacht wieder aufzustehen, um die frisch aufgehängte Wäsche wieder abzunehmen, weil es in Strömen goß!!!!




Dienstag, 18. August 2015 – Krka und Fahrt nach Paklaniza NP

Gestern Abend schon hatten wir nach der Ankunft auf Marinas Camp eine Tour durch den Krka NP gebucht, die heute Morgen auch pünktlich um 0900 startete. Wir waren mit 3 Minuten Verspätung die Letzten! Das Frühstück war sehr kurz, zumal Catie es auch nach mehrmaligen Weckversuchen erst um 0855 aus dem Bett schaffte. Nach den Sinnflutartigen Regenfällen in der Nacht haben wir wenigstens einen Teil der Bettwäsche wieder aufgehängt in der Hoffnung, dass es heute NICHT regnen würde. Tat es auch nicht.

Aber erst mal ging es in den Nationalpark. Zuerst zum Skaradinski Buk, dem größten Wasserfallsystem. Ein ca. 2 km langer Rundweg führt einen durch das Gebiet, und am Schluss kann man am Fuße der größten Wasserfälle baden. Weiter ging es nach Visovac bzw. den Aussichtspunkt oben drüber, sowie zu dem mittleren Wasserfallsystem, wo es ein sehr leckeres Mittagessen gab, bestehend aus Schinken, Käse und Tomaten sowie Rotwein, der in einem Wacholderbecher gereicht wurde. Sehr lecker, musste anschließend sogar Catie bekunden, die sich am Anfang lautstark beschwerte, dass es nichts Warmes zu essen gab. Das Restaurant war wie ein Tessiner Grotto, weil es mal eine Mühle war plätscherte überall Wasser herum und ein Teil der Tische stand sogar im Wasser!

Über ein paar weitere Aussichtspunkte und ein Kloster ging es weiter zum dritten und nördlichsten Wasserfall des Systems, den man aus der Ferne beobachten konnte. Tolle Aussicht mit tollem Wasser.

Wieder zurück bei Marina, haben wir ein wenig im Pool gebadet und uns mit der netten Bedienung über die weitere Route ausgetauscht. Was dazu geführt hat, dass wir direkt nach dem Wäsche falten (ja, sie war tatsächlich trocken) Richtung Nordosten aufgebrochen sind, an Zadar vorbei zum Paklenica NP gefahren. Auf dem Weg zum Camping Platz sind wir dann aber bei einem Restaurant hängen geblieben, wir die Tische vor dem Restaurant auf dem Platz um einen Baum herum standen und der Grill direkt daneben, es gab Miesmuscheln, gegrillten Tintenfisch, gerillten Thunfisch und für Lukas 2x Fleischbrühe. Sehr lecker alles. Auf unsere Frage, wo wir denn mit dem WoMo übernachten könnten, hat uns der Patrone dann einfach auf seinen Parkplatz geschickt, und so haben wir Morgen einen angenehm kurzen Weg zum Eingang des NP.




Mittwoch, 19. August 2015 Paklenica NP

Zuerst trommelte der Regen auf das Dach des Wohnmobils, und dann krähte auch noch der Dorfhahn, und so wusste ich bereits 10 Minuten, bevor der Wecker klingelte, dass es Zeit zum Aufstehen sei. 06:50 eben. Moni rückte noch Nico etwas zurecht für die kurze Fahrt in den Nationalpark, und dann rollten wir die 3km (einer bis zur Kasse, 2 danach). Oben waren wir die einzigen Menschen auf dem Parkplatz, allerdings nicht lange. Zuerst kamen noch ein paar Nationalpark-Ranger, die palettenweise Softdrinks und Wasser abluden, und ein paar Handwerker, die Fliesen und Mörtel daneben packten. Und dann kamen ein paar Männer mit Eseln und Pferden, die den ganzen Kram auf den Rücken geladen bekamen und dann die Last zur NP-Hütte tragen durften.

Wie es der Zufall wollte, brachen wir dann zeitgleich mit drei Männern + Pferd + Esel auf. Wir kamen ins Gespräch und erfuhren, dass es sich um 4 Brüder handelte, deren Vater und Großvater bereits im Nationalpark Paklenica gelebt haben und die dort 100 bzw. 110 Jahre alt wurden. Der Großvater hatte bis zu 400 Ziegen. Die 4 Brüder waren gerade dabei, die alte Hütte zu renovieren und mit Wasser und einem Bad auszustatten. Wir gingen gemeinsam bis oben zur Ebene, auf der die Hütte stand und sie haben uns dann zu sich in die Hütte eingeladen. Die mitgeführte Brotzeit (Dalmatinischer Schinken von uns und Schwarzwälder Wurst von den Kroaten) wurde gemeinsam verzehrt, ebenso wie das Bier und der Wein und die Tomaten samt Knoblauch und Zweibeln. Ein tolles gemeinsames Mal. Obschon sie alle unsere Kinder toll fanden, hat es allen Nico besonders angetan, der sich ohne Unterlass mit den Männern unterhielt und immer vorne mitlief – was sie wohl am Meisten beeindruckt hat. Nachdem die Männer ja noch etwas arbeiten wollten (Kies sieben für die neue Wand), sind wir im mittlerweile einsetzenden Nieselregen wieder abgestiegen – leicht beduselt, wie man sagen muss.

Den Nachmittag über haben wir im WoMo verbracht, mit gelegentlichen Pausen im Supermarkt (Chips & Kräcker) oder bei Geocaches an der Straße. Abends sind wir nach Selce auf einen Campingplatz gefahren, wo uns auch Jörn und Silke bald fanden, zusammen waren wir dann in der Stadt zu einem leckeren und ungewöhnlich ruhigen Abendessen. Die Kinder saßen an einem komplett anderen Tisch in einem anderen Teil des Restaurants, und es war herrlich ruhig. Sie durften zu Essen bestellen, was sie wollten und haben sich gemeinsam auf eine Flasche Wasser als Getränk geeinigt.

Jetzt pieselt es wieder und wir schauen mal, was das Wetter so Morgen bringt…..

 

Donnerstag, 20. August 2015 – Selce und Fahrt nach Postojna

Nachdem wir die letzten Tage doch immer sehr früh aufgestanden sind, haben wir es heute wirklich sehr gemütlich angehen lassen. Ich war mit 0900 noch der Erste, die anderen sind irgendwann zwischen neun und zehn Uhr aus den Federn gebrochen.

Traditionsgemäß sind wir dann erst einmal in die Stadt, haben uns ein paar Croissants geholt und für Moni einen Café, und die Kinder waren doch recht erstaunt, dass das komplette Frühstück (für 5 Personen) genau so viel kosten sollte wie 30 Minuten im Aqua Park (39 kuna für die Bäckerei vs. 40kn für 30 Minuten Badespaß). Nichtsdestotrotz haben wir nach dem Frühstück die Badesachen geholt, Lukas und ich noch einen Cache in einer Höhle in den Kippen gesucht und sind dann ebenfalls zum Aqua Park. Die Kinder hatten den Auftrag, den Preis von 40kn pro Person auf 100 kn für alle drei runter zu handeln und haben sich auch redlich bemüht, aber leider ohne Erfolg. Das große „No Discount“ Schild am Stand haben wir auch erst danach gesehen. Nun denn, dann also für 120kn, aber die Kinder hatten ihren Spaß und haben sich netterweise immer gegenseitig auf die verschiedenen Attraktionen geholfen.

Zum Mittagessen ging es dann ein Dorf weiter nach Crikvenica, wo wir eine feudalen Brotzeit (griechischer Salat mit Brot und Käse abhielten) und auch Jörn und Silke wieder getroffen haben, die Morgens etwas länger gebraucht haben, aber Nachmittags vor uns in Crikvenica waren. So richtig nach Baden war aber keinem zu Mute, und so toll war der Strand dann auch nicht, und so so sind wir weiter gen Westen. Eigentlich wollte am Moni noch einmal ans Meer zum Baden, aber Richtung Nordwesten wurde die Gegend immer dichter besiedelt und von Industriegebieten durchzogen, so dass wir dann doch nicht mehr an den Strand gefahren sind, sondern weiter Richtung Slowenien nach Postojna zur dortigen Höhle. Auf dem Weg gab es noch einen Zwischenstopp beim Lidl für Milchreis und Chips, und so wurde es ein günstiger Abend: Milchreis für 2 EUR, Kirschen für 1,5 EUR, ein Bier für mich und das teuerste ist der Parkplatz der Höhle, wo wir für 18 EUR inkl. Strom für 24h stehen dürfen.

Moni war ein wenig enttäuscht, dass wir uns so schnell vom Meer weg bewegt haben, aber dafür haben wir an der Grenze keine 5 Minuten gebraucht und die Straße war total leer. Ist auch mal schön.

 


Freitag, 21. August 2015 - Postojna Jama

Die Höhle ist ein Knaller. 20km sind schon mal eine Hausnummer, mit so einer Art Höhlenbahn rein und wieder raus, und wirklich tolle Formationen. Man merkt allerdings, dass Slowenien im Tourismus schon deutlich professioneller ist als Kroatien, hier war alles schon eine Nummer größer entwickelt.

Auf dem Rückweg haben wir dann noch am Loibl-Pass Station gemacht und einen kleinen Cache auf einem verwunschenen Bergsteig gesucht, und sind dann wohlbehalten am Nachmittag in Westerham angekommen. Dort haben wir noch Hermie & Gracens alten Camping-Anhänger aus der Garage entstaubt, diesen wieder aufgebaut, gereinigt und dann auch die Nacht drin verbracht. Lustiges Teil. Sobald wir eine Kupplung haben und das Ding wieder TÜV, machen wir damit mal einen Ausflug.

Samstag sind wir dann auch direkt nach FFM zurück gefahren, um uns gemütlich auf die bevorstehende Arbeitswoche vorzubereiten. Naja, mich wenigstens....