2015-09-12 Paddeln an der Saale

Lange schon wollten Bert und ich gemeinsam paddeln gehen, und nach dem letzen Wochenende in Berlin haben wir uns diese Woche Abends abgestimmt, uns doch am Wochenende in Jena tu treffen und in zwei Tagen nach Naumburg zu paddeln.

Also habe ich Freitag Abend Sissi (unser Faltboot) ins Auto geschmissen und bin am Samstag Morgen um 05:30 in den neuen Galaxy gestiegen - siehe Bild zwei. Gegen 09:00 Uhr bin ich in Jena angekommen, Bert ist dann auch ein paar Minuten später zu mir gestoßen und schon wenige Minuten später war das Boot fertig aufgebaut. Leider passierte dann beim Heben auf den Bootswagen das Malheur: Der Bumerang, der die Kraft der Lenkseile auf das Ruder überträgt. ist in der Mitte durchgebrochen. Also haben wir vor dem Einsetzen erst einmal einen passenden Ast gesucht und mit dem zum Glück noch vorhandenen Reserveseil konnten wir den Bumerang quasi schienen.

Und dann ging es endlich los. Die Saale ist an dieser Stelle ein wirklich schöner Fluss, mit ein paar kleineren Stromschnellen, die unsere Sissi nicht wirklich vor große Herausforderungen stellten - das waren eher die Flachstellen, bei denen wir das ein oder andere mal über die zum Glück recht glatten Kiesel rutschten.

Bei der Wahl "Lache oder Saale" sind wir dann auf die Lache abgebogen, was auch eine gute Wahl war, wenn man den anderen Paddlern glauben darf, die zwischendurch meinten, dass die Alt-Saale an der Stelle wirklich zu flach war. Dafür gab es einen tollen Zwischenhalt in Dornburg, bekannt für seine drei Schlösser, die hoch über der Saale trohnen. Übernachtet haben wir dann in Camburg, wo wir beim ortsansässigen Bootsverleih im Garten campieren durften. Zusätzlich zu uns war noch eine Frau auf dem Platz, die mit dem Rad von Berlin nach Kulmbach fuhr sowie ein Kampfsportclub aus Erfurt, die an diesem Tag eine Schlauchboottour gemacht haben und Abends in Ruhe den Tag ausklingen ließen. Zusammen haben wir dann Abends gegrillt und noch einige Bierchen getrunken. Bert und ich waren dann auch recht früh im Bett (so gegen 23:00), wie lange die Jungs noch unterwegs waren, weiß ich nicht, aber als ich um 08:00 aus dem Zelt kam, war alles bereits aufgeräumt, die Zelte abgebaut und die Jungs auf dem Weg zum Auto. Was schon erstaunlich ist dafür, dass eigentlich kaum noch einer in der Lage war, einen geraden Satz rauszubringen.

Anyway. Sonntag ging es munter weiter, und weil es bis Bad Kösen kein Wehr gibt, man mithin nicht umtragen muss und die Saale recht munter fließt, waren wir in Null komma nix an der Rudelsburg / Burg Saaleck. Zwei tolle Burgen, in Steinwurfweite auseinander, und mit toller Aussicht gab es dann eine leckere Brotzeit. Weiter ging es nach Bad Kösen, wo wir uns die wirklich fantastische Anlage zur Förderung der Sole aus dem 19ten Jahrhundert angeschaut haben. Bestehend aus Pumpgestänge, Bohrturm und Gradierwerk. Wirklich sehr beeindruckend. Sensationell!

Eine weitere Station haben wir dann noch in Pforta eingelegt, beim alten Zisterzienser-Kloster und jetziger Schule. Immerhin hat schon Nietsche hier gelernt. Gegen 18:00 Uhr waren in Naumburg, von wo ich dann direkt nach Jena aufgebrochen bin, um das Auto zu holen und nach wenigen Minuten auch schon einen Zug hatte. Mit diesem bin ich dann nach Naumburg zurück, habe Sissi eingeladen, Bert zum Bahnhof gebracht und war dann auch gegen 23:00 Uhr wieder daheim.

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