2017-02-20 St. Andrews

Freitag Nachmittag geht es los - gegen 14:00 breche ich aus dem Büro auf, um entspannt und in Ruhe zum Flughafen zu fahren. Robi ist bereits vor Ort und entspannt geht es durch Checkin und Security zum  Gate. Da wir nur Handgepäck haben, kommen die beiden Golfbags umsonst mit - yippieh!

 

Die Fahrt von Edinburgh nach St. Andrews ist aufregend. Linksverkehr, dunkel und die Straßen werden immer enger, je näher wir uns St. Andrews nähern. Irgendwann sind wir da, das New Inn befindet sich in einem schönen alten Haus aus dem grauen Sandstein, den es in ganz Fife zu sehen gibt und aus dem scheinbar ganz St. Andrews besteht. Nachdem wir das Gepäck abgeladen haben, gehen wir noch eine Runde in die Stadt zu Forgans, einem netten Pub im Hinterhof, wo es erst einmal einen leckeren Burger gibt und dazu einen Bier Sampler mit einigen lokalen Bieren. Nach noch ein paar Bierchen drehen wir noch eine Runde durch die Stadt, später schauen wir noch mal beim Forgans rein, allerdings ist die angekündigte Tanzrunde mit schottischem Folk nicht so dolle, drei Rentnerpaare schlurfen durch den fast leeren Saal, und dann gehen wir auch heim. Dafür sammeln sich vor der Uni Dutzende von leicht gekleideten Frauen und Männer im Smoking. Die erste von anscheinende Dutzenden Partys an der St. Andrews University steigt. Wir kommen natürlich nicht rein (haben es aber auch nicht versucht), aber sie scheinen viel Spaß zu haben….

 

Samstag! Golftag! Nach einem ausgedehnten Frühstück (ganz unbritisch mit  Müsli, frischen Obst und scrambled eggs) geht es zum Strathtyrum Course. Check in geht schnell, die Leute alle sehr freundlich. Nach einer kurzen Mittagssuppe geht es dann endlich los. Wir sind sogar nur zu zweit, vor uns zwei Dreier-Flights. Was folgt, ist ein wunderschöner Golftag, irgendwann können wir auch die zwei Flights vor uns überholen, danach können wir prima über diese unglaublich breiten Fairways spielen. Strathtyrum ist denkbar einfach zu spielen. Kaum Bunker oder sonstige Hindernisse, die Bahnen auch eher kurz, so dass man mit einem Driver und danach einem Wedge in der Regel an die Fahne kommt. Allerdings spiele ich dafür auch mit einer 14, Robi mit einer 10. Was dann auch echt herausfordernd ist… Wir beenden die Runde mit einer 83 (+14), was ja für den ersten Tag auch nicht schlecht ist. Danach geht es noch in einen tollen Buchladen in der Bellstreet. So viel Auswahl hat man selten gesehen in einem Buchladen dieser Größe. Wahnsinn!

 

Essen gehen wir im Greyfriars, es gibt Steak und Bürger, was auch ok ist und uns ausreichend für John Wick 2 einstimmt. Unzählige Schüsse später sind wir wieder draußen, nehmen noch einen Absacker im Central und gehen zurück zum New Inn.

 

Sonntag geht es verhältnismäßig früh los. Der Eden Course erwartet uns bereits um 11:20, und nach einem kurzen Aufwärmen auf der Range geht es auch schon los. Der Platz ist schon deutlich anspruchsvoller als Strathtyrum, was man nicht nur daran merkt, dass ich hier mit einer 23 spiele. Es ist reichlich windig, aber die Sonne scheint, also kann ich bequem in meiner neuen Golfhose und dem schönen grünen Pulli spielen, den ich im Golfshop erstanden habe.

Nach der Runde drehen wir noch eine Runde über den West Sand. Der ist 5km lang und gute 100m breit, also nehmen wir uns die Sandwedges und ein paar Bälle und Golfen uns den Strand entlang. Als wir an der nördlichen Spitze sind, geht dann auch die Sonne unter und wir trotten den Weg entlang zurück. Im Dunvegan Golf Hotel am Golf Place 1 gibt es noch ein paar Bierchen und Chicken Wings, und dann ist es auch spät genug, um ins Bett zu gehen.

 

Montag - der große Tag. Wir stehen zeitig auf, und haben sogar noch Zeit, ein paar Bälle zu schlagen auf der Range. Es ist noch windiger als am Sonntag, dafür bekommen wir zusätzlich zur Scorekarte noch ein Säckchen mit schwarzen Tees und eine Pitchmarkengabel. Dann geht es los, wir sind nur zu zweit im Flight und können ohne größere Zuschauermengen abschlafen. Leider geht mein Drive trotzdem ins Aus. Der zweite ist besser, und wir sind im Spiel. Die ersten 9 gehen quasi genau gegen den Wind. Die Drives erreichen mit Mühe 160m Länge, und bei Grüngrössen von bis zu 50m Tiefe und 100m breite stehen uns ein paar sehr lange Putts bevor. Auf Bahn 8 haben wir erstmals Rückenwind, was dann dazu führt, dass ein mäßig getroffener Drive gleich auf 250m liegt.

 

321

So geht es munter weiter, und nach knapp vier Stunden stehen wir am Abschlag des Loch 18. Mein erster Drive geht in den Swilken, der sich über das Fairway schlängelt, der zweite bleibt kurz vor dem Grün liegen (281m!). Robi ist etwas kürzer (dafür der erste Drive), aber mit einem tollen zweiten Schlag direkt drauf, und auch ich setze den Ball mit dem Sandwedge 8m an die Fahne. Mit einem weiteren Putt beende ich Loch 18 (5 Schläge), und auch Robi ist mit dem 5ten Schlag drin!

 

Abendessen gibt es im Playfairs, wo es wirklich ein sehr leckeres Abendessen gibt und ein paar Bierchen, und wir sind recht früh im Bett nach dem langen Tag.

 

Dienstag ist dann nur noch Rückflug - geht auch problemlos.

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