2017-10-14 USA 2017 - Washington

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Samstag, 14. Oktober

Gegen zwei Uhr Morgens hatte ich keine Lust mehr zu fahren, und wo haben uns irgendwo in Delaware auf einem Rastplatz hingelegt. Man muss schon sagen, in diesem Pacifica kann man nicht nur gut reisen, sondern auch gut schlafen. Um sieben Uhr bin ich dann weiter Richtung Washington gefahren, nach und nach ist die ganze Bande wach geworden, und weil wir ja so viel Geld für das Hotel gespart haben. Sind wir erst einmal frühstücken gegangen (Teds Bulletin). Danach tanken, Auto abgeben (ja, es waren wirklich nur 65 usd mehr), und dann haben wir Räder ausgeliehen und sind auf ausdrücklichen Wunsch eines einzelnen Herren in den Zoo gefahren. Mit dem Rad. Da merkt man erst einmal, wie hügelig Washington ist. Und wie lässig diese Citybikes sind.

 

Der Zoo ist umsonst und wirklich sehr toll. Riesige Gehege, tolle Tiere, super Tafeln mit Erklärungen. Leider führen die riesigen Gehege auch dazu, dass man gelegentlich gar keine Tiere sieht. Die Pandas haben sich gut versteckt, und auch die Elefanten haben ihr wirklich sehr großes Gelände hervorragend genutzt. Sehr lustig waren die Orang Utans. Wir haben eine 4er-Gruppe gesehen, davon ein Junges mit einem Jahr, das mit seiner Mutter und ihren zwei Wolldecken allerlei Schabernack trieb. Sehr skurril würde es dann, als die Mutter anfing, ausführlich an dem Penis ihres Babys rumzulutschen. Man kann sich gut vorstellen, dass das vor allem bei Nico für große Erheiterung sorgte, und was auf den nächsten Fahrten zum Fußball so im Auto bequatscht wird.

 

Gegen 17 Uhr sind wir wieder in die Stadt, und das war dann echtes Chaos: Monis Mobike war weg, die CapitalBikes alle defekt, und so sind wir ein Weilchen neben unseren mit Leihrädern ausgestatteten Kindern nebenher getrottet. Moni ist dann mit dem Bus gefahren, ich habe irgendwann dann doch Mal ein Rad gefunden und wir haben uns am Capital wieder getroffen. Dort hingen wir noch bis zum Sonnenuntergang rum, dann ging es heim mit dem Rad, und Moni und ich haben noch beim Trader Joes Zeugs zum Abendessen eingekauft.



Sonntag, 15. Oktober

Tim, mit dem wir schon die ganze Zeit in Kontakt standen, war um kurz nach 10 bei der nächstgelegenen Metrostation, dann sind wir kurz zu uns und weiter mit den Rädern in die Stadt. Weil es noch ein wenig bewölkt war, sind wir zuerst ins Smithsonian Museum of Natural History. Das war noch einen Hauch besser als das AMNH in NYC. Wir haben unter anderem eine sehr großen Gradhüpfer auf der Hand gehabt, und wir haben bei der Live-Fütterung einer Tarantel zugesehen. Die dann allerdings recht schnell ging. Die Tarantel macht einen Satz nach vorne und gut is(s)t…

 

Die Jungs und ich sind dann schon mal raus nach der Brotzeit, weil es echt kalt im Museum war, und wir haben auf der Mall Football gespielt. Und einen Mittagsschlaf gehalten. Irgendwann waren Moni und Catie dann auch da, und auf einmal war es fast 30 Grad warm. Wir haben dann noch etwas gespielt, viel getrunken und sind dann mit den Rädern weiter gefahren, die Mall runter bis zum Lincoln Memorial und wieder zurück. Zwischendurch haben wir noch bei den diversen Memorials angehalten, die da so auf dem Weg lagen. Besonders das Korean War Memorial war sehr beeindruckend, weil sehr realistisch. Und dann ging auf einmal auch schon die Sonne unter, wir sind noch einen Umweg zum Trader Joes gefahren, um Tim ein richtiges Abendessen zu bieten (Risotto und Gemüse), und dann haben wir Tim mit einem Uber nach Haise gefahren.


Montag, 16. Oktober

Nach dem Frühstück sind wir mit dem Rad nach Georgetown gefahren. Die Distanzen in DC lassen sich ja ganz gut in „Capital bikes“ messen. Ein Rad hat man für eine halbe Stunde, bevor man zahlen muss, mit ein paar Minuten Reserve also eher 25 Minuten. Man muss also zwischendurch 1-3 mal die Pferde wechseln, damit man mit dem Standard-Abo (day-pass) hinkommt. Heute sind wir in einem Rutsch bis zum Lincoln Memorial, dort Rad abgeben, leider hatte die Maschine einen Hänger, also zum nächsten, dort haben wir kein Rad bekommen, weil die Rückgabe bei Lincoln noch nicht gebucht war, also Hotline anrufen, nach wenigen Minuten hat es dann doch geklappt, und dann mit einem zweiten Bike weiter bis nach Georgetown, wo wir Leonor getroffen haben. Richtig, die Leonor, die wir auf Samos bei Raoul und Stellas Hochzeit kennengelernt haben, und die nun mittlerweile in DC wohnt.

 

Mit ihr sind wir ein wenig durch Georgetown, und dann ging es weiter zu Tims Schule, der St. Alban School. Die sieht tatsächlich aus wie Hogwarts, und passenderweise gibt es nebendran auch noch die Schule Beauvoir (Mädcheninternat), also quasi das Beauxbatons von DC…. Ein netter Lehrer hat uns die Dachterrasse gezeigt, wir haben uns das Zimmer von Tim angeschaut und auch sonst alles, was es so gibt. Wirklich beeindruckend. Die Schule stammt aus 1909, und die Alumni-Jahrgänge sind alle an den Wänden angeschlagen. Und der dritte Astronaut aus der Apollo 11 Mission, der in der Kapsel geblieben ist, kam von der Schule.

 

Dann sind wir noch zum Zoo runter, der aber leider schon fast geschlossen war, und dann haben wir noch ein wenig Football gespielt vor der National Cathedral. Irgendwann war es dann auch halb acht, wir haben Tim wieder bei der Schule angesetzt und sind dann mit den Rädern wieder nach Hause gefahren (3 x Pferdewechsel). Jetzt sind alle Reste gegessen, die Taschen größtenteils gepackt und eingecheckt sind wir auch schon.



Dienstag, 17. Oktober

Es wurden nur noch Müslireste vertilgt, und ab ging es zum Flughafen. Metro, dann Bus, und schon 1h (!) später waren wir da. Das Ding liegt echt weit draußen.... Und die KfW empfängt mich im Mitarbeiterrestaurant mit Indian Summer Cuisine :-)