2019 Australien Woche 1 - Brisbane, Noosa und Hervey Bay mit Uli und Silke

Die Woche ist recht kinderlos. Nico ist ab Dienstag auf Hortfreizeit, Catie übernachtet bei Freundinnen, aber Silke ist aus Berlin zu Besuch und sorgt dafür, dass die Personenzahl nicht noch auf ein historisches Tief sinkt. Mittwoch fährt Silke wieder nach Berlin, dafür ist Catie da, und Donnerstag Abend holen wir Nico in Limburg von der Hortfreizeit ab. Sogar Johan schneit noch rein, und es sind wieder 5 Personen in der Wohnung. Lang lang ist’s her.

 

Freitag geht es dann los. 7 Uhr aufstehen, die letzten Sachen einpacken, mit der Bahn zum Flughafen. Checkin und Kontrolle harmlos, wir boarden pünktlich und der Flieger startet auch um 11:20. die Kinder sind  voll geflashed vom Entertainment…. 6 Stunden Flug plus zwei Stunden Zeit macht Ankunft ca. 21:00 Uhr Ortszeit, nochmal durch eine recht lasche Security, dreimal noch Pässe zeigen und dann geht es weiter nach Brisbane. Allerdings schon mit 30 Minuten Verspätung, weil man am einem internationalen Flughafen wie Abu Dhabi auch noch Bus fährt und wir unseren Slot verpassen…. Wir fliegen also erst knapp 23 Uhr Ortszeit weiter. Nochmal essen, noch ein Film, kurzer Schlaf (Sonnenaufgang, war aber nicht so toll….) und dann irgendwann: Brisbane. Wir holen unseren Mietwagen (7 Sitze ja, aber dann nur Gepäck für 3 Leute), und wir schaffen es unfallfrei (Linksverkehr) in die Stadt. Uli, Silke und Lukas empfangen uns mit Bier und Brotzeit - herrlich!

 

Sonntag, 7.7.2019

Die Nacht ist sehr wechselhaft. Jedenfalls bei Moni und mir, wir schlafen quasi abwechselnd (ich erst ab ca. 1 Uhr, sie dafür nicht von 3-5, dafür danach dann wieder…. Ich gehe um kurz nach 7 Uhr joggen und kann meinen Länderpunkt für Australien klarmachen. Weiter geht es die South Bank entlang nach Osten. Traumhaft schöne Strecke. Danach Frühstück, und dann kommt die Challenge, alle Mann plus Gepäck ins Auto zu bekommen (und vorher noch, alle aus dem Aufzug zu bekommen - auch nicht so leicht). Es klappt zwar, aber wir sind froh, dass wir beim Prince of Wales Hotel ein paar Taschen abgeben dürfen, die wir in den nächsten Tagen nicht benötigen.

Dann geht es auf nach Norden, und um kurz nach 13 Uhr sind wir in Noosa. Parkplatz suchen ist nicht so einfach, aber etwas später treffen wir Lukas‘ Gastfamilie, holen uns einen Burger und setzen uns zum quatschen an den Strand. Wirklich nett, sehr voll und unglaublich viele Surfer. Es ist Hochwinter, sozusagen, aber trotzdem 21 Grad, in der Sonne noch wärmer. Wir drehen noch eine kleine Runde in den Nationalpark von Noosa, müssen aber abbrechen, weil es erstens anfängt zu regnen und wir außerdem noch zur Familie Lucey wollen, ein paar von Lukas Sachen holen. Es gibt noch ein paar Fotos, ein paar lustige Geschichten (die vom Google-Hihn zum Beispiel findet Bron sehr lustig) und dann wieder hoch nach Noosa. Zum Abendessen gab es leckere Brotzeit aus dem Supermarkt, und jetzt, um 22:02, liegen alle im Bett.

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Montag, 8.7.2019

Das Waterfront Regency in Noosa beherbergt uns wunderbar, ich finde um kurz nach 7 einen Geocache, Moni geht joggen und wir frühstücken gemütlich. Dann brechen wir auf zur großen Runde durch den Nationalpark. Lukas, naturverbunden wie sonst nie, geht barfuß bzw. in Flipflops. Kommentar: ‚um den Spirit des Aborigine Lands zu spüren, muss man barfuß gehen….‘ Die Tour um den Noosa Head ist echt toll, Lukas zeigt uns die verschiedenen Surfspots, wir sehen Delfine und viele Surfer, bei Alexandra-Bay (oder ‚A-Bay‘, wie die Aussies sagen würden), gehen wir Baden und brechen dann gegen 17 Uhr auf nach Norden zu Hervey Bay. Die Fahrt ist erstaunlich lang - erst gegen 20:00 Uhr sind wir da, schneller Check-in und dann Abendessen im Beach Caffee. Lecker wars. Danach fallen alle wie die Fliegen ins Bett.




Dienstag, 9.7.2019

Aufstehen um 6 Uhr. Nach dem Frühstück geht es direkt zum Flughafen, und pünktlich um kurz nach 8 geht es los. Die kleine Maschine hat 12 Sitze, quasi alle am Fenster, und Moni darf sogar neben dem Piloten vorne sitzen. Wir holen noch zwei Passagiere in Bundaberg ab, und dann geht es raus aufs Meer. Der Flug ist kurzweilig und echt schön. Beim Landeanflug sehen wir schon zwei Walpaare aus der Luft und natürlich ist schon der Anblick des Atolls von oben spannend! Unten angekommen gibt es dann eine kurze Einführung, und danach startet die Runde mit dem Glasbodenschiff mit kombiniertem Schnorchelausflug. Wir sehen viele Korallen und Fische und einen echt großen Manta-Ray, der vor uns hingleitet. Es ist aber ohne Neo echt kalt….. Ach ja, vor dem Schnorcheln darf ich noch eine Runde mit Sparky fliegen - da ist gerade Flugpause….

Das Essen ist lecker, und dann geht es schon in den flacheren Teil, die Lagune. Neben wirklich unzähligen Fischen sehen wir zwei kleine Haie und ein paar Schildkröten, die wirklich sehr gemütlich durch das Wasser cruisen und dann auch mal gerne an Korallen knabbern. Einen Oktopus haben wir auch gesehen!

Leider geht es um halb vier schon wieder zurück, es wird aber auch schnell dunkel! Die Fahrt zurück nach Mooloolaba ist seeeeehr lang, um kurz vor acht sind wir da. Aber: das Haus hat einen super Grill und einen Jacuzzi. Also nochmal einkaufen, Badehose an, und rein ins Wasser. Gegen 22 Uhr bin ich endgültig platt und schlafe wie ein Stein….

 

Mittwoch 10.7.2019

Der Tag beginnt gemütlich, weil wir erst um 11:30 bei der Tour sein müssen. Ich (und Moni auch) bin trotzdem um kurz nach 7 wach - und dann gehen wir halt joggen. Moni geht wegen einer anschleichenden Blasenentzündung kurz danach im normalschritt weiter, ich laufe bis zum Split von Mooloolaba, und gemeinsam kaufen wir - höchst romantisch - Medikamente gegen ihre Blasenentzündung. Danach gibt es Frühstück auf der tollen Terrasse, ich schmiere grandiose Brote und gegen 10 machen wir uns auf den Weg in die Stadt. Wir werden mit Flossen, Schnorchel, Brillen und Neos ausgestattet, und gegen 12 geht es dann los. Der Kahn fährt knappe 30 Knoten, wir cruisen also zur „Wahlautobahn“, der Route, über die die Wale aus dem kalten Süden in den Norden fahren, um dort ihre Jungtiere zur Welt zu bringen. Am Anfang sehen wir vor allem Delphine, später dann auch mehrere Buckelwale, die aber immer zu weit weg sind für uns, um hinzuschwimmen. Meist zeigen sie sich kurz, um dann direkt wieder abzutauchen. Irgendwann ist ein Pärchen nah genug dran, wir springen ins Wasser, paddeln wie die Wilden (Moni verliert leider ihre Finne und dreht um), und dann sind die Wale tatsächlich auch ca. 7m von uns entfernt. Das sehen wir aber vor allem anschließend auf dem Video, dass einer aus der anderen Gruppe gemacht hat, die an Bord geblieben sind. Ich habe nur Luftblasen und Flossen auf den Videos und den Wal selbst gar nicht gesehen unter Wasser, aber ein kleines bisschen über Wasser.

Danach geht es ab nach Hause, und weil wir eh schon spät dran sind, gibt „Ezy“, der Kapitän, noch mal extra Gas und holt aus den 1400PS satte 50 Knoten raus. Die Haare sind jedenfalls kurz danach wieder trocken.

 

Abendessen gibt es im Surfclub von Mooloolaba, danach geht es in Prince of Wales Hotel nach Brisbane, was sich vor allem durch die Nähe zum Airport auszeichnet. Die Bar ist laut und aufgrund des „State of Origin“ genannten Spiels zwischen Queensland und New South Wales einigermaßen voll. Wir lernen so auch Tony und ein paar andere kennen, mit denen wir ein Ründchen schnacken, uns aber ansonsten aufgrund unserer Müdigkeit vor allem am Bier festhalten und das dann doch erstaunlich spannende Spiel schauen. Dummerweise gewinnt NSW mit 24:20 in letzter Minute…. Wir fallen tot ins Bett

 




Donnerstag, 11.7.2019

Wir schlafen relativ lang, bis fast 8 Uhr, und sitzen wenige Minuten später im Auto, um Uli und Silke zum Flughafen zu bringen. Das Hotel ist zwar putzig, aber furchtbar laut - man hat das Gefühl, dass die Trucks mitten durch das Zimmer fahren. Dafür liegt es nah am Flughafen, nur wenige Minuten später sind wir am Abflug, Uli und Silke springen raus und schon geht Teil 1 unserer Reise zu Ende…

Dann gibt es erst einmal Frühstück. Weil wir uns nicht entscheiden können, Essen wir ein paar Croissants vom Bäcker sowie ein Crispy Chicken aus dem gegenüber liegenden Asia Markt…. Dann gehen wir in die Stadt, einmal die Queens Street runter (ich kaufe mir ein sensationelles Soccaroos Trainings-Shirt und ein Shirt der Quensland Maroons - genau, dass sind die, die gestern verloren haben….), wir schlendern die South Bank entlang, Essen bei „Junk“ Food - ist aber etwas besser als der Name sagt - und fahren dann mit dem Böötchen einmal bis Sydney Street und zurück. Dann nochmal kurz shoppen, und wir schauen uns im IMAX Spiderman - far from Home an! Und jetzt haben wir noch für morgen gepackt, denn es geht frühhhhhhh los!




Freitag, 12.7.2019

Heute sind wir schon um 20 vor 5 (!!!) aufgestanden, um mit der Tangamoola Fähre nach Moreton Island zu fahren. Es war arschkalt und alle haben gejammert, wie kalt Ihnen ist und gleich mal im Durchschnitt 3 Pullis übereinander gezogen. Es ging dann zum Glück ein bisschen besser, als wir in der Fähre waren. Moni und John haben dann, grad so die Kälte ertragend, draußen den Sonnenaufgang beobachtet, während wir Kinder uns schön im Warmen verkrochen haben.

Nach ungefähr einer 3/4 Stunde kamen wir an und haben uns erstmal ins Strandcafé gesetzt, um das Programm zu diskutieren.

 Inkludiert in unserem Trip war Schnorcheln in Schiffwrscks an der Küste um 3 und Delfinfütterung um 6, nach der die Fähre wieder zurück nach Brissie fahren würde.

Nico wollte auch gerne den try-dive, also einen Schnupper-Scuba-Kurs im Pool machen mit einem Typ namens Ronald, der, wie wir erkannten, der selbe Ronald war wie der vom Whaleswimming und uns für um halb 9 zum Swimmingpool bestellte. Während Luke noch im Café rumlungerte und Nico und Moni zum Pool gingen, guckten John und ich uns den Stand für die Helikoptertouren an. Die kürzeste und günstigste Tour kostete 90$ pro Person, allerdings gab es die auch als Earl Bird Tour für 65$ pP. Da wollten wir natürlich, wenn schon, die Tour als Darlehen Bird nehmen, wenn wir schon so früh da waren. Moni und Nico kamen derweil zurück, da Romald anscheinend nicht, wie ausgemacht, beim Pool war.

 Wir haben dann herausgefunden, dass es die Helitouren ausschließlich für 3 Personen gibt und, wenn alle fliegen, die zweite Tour außerhalb der early Bird Zeit sein würde, obwohl die Flüge nur 10 Minuten dauern und man in einer anstünde ja mehr als genug Zeit dafür hätte. Da wir ja erst letztens mit dem kleinen Flugzeug über Elliot Island geflogen sind, haben wir dann beschlossen, dass uns das unser Geld nicht wert ist und sind dann aufgebrochen für einen Spaziergang, damit wir nicht nur im Café herumsitzen.

 Es war sehr schön, am Strand entlang zu laufen und Nico und Luke sind auf die Düne geklettert und schreiend wieder runtergelaufen, als sie eine Schlange entdeckten und ich habe schön die Namen meiner Freunde in den Sand gemalt als kleinen Reisegruß. Danach folgte das Mittagessen und ich Bemerkte, dass ich leider meine Sonnenbrille bei dem Spaziergang verloren hatte. Ich lief also nochmal einen Teil des Weges ab, fand aber nicht das Begehrte.

Nach einer 5-minütigen Powernap-Einheit sind wir wieder am Strand entlanggelaufen und wollten, wie ich es dachte, meine Sonnenbrille suchen. Allerdings waren wir nur bis dahin gelaufen, wo ich wieder umgedreht und zum Restaurant zurückgelaufen war, was nur ein Drittel der Strecke war. Dann wollte John auf irgendeine Düne rauf und so stapfte ich innerlich murrend den anderen hinterher. Wohlgemerkt immer hinter Moni, weil sie fand, als letzte würde sie ein besseres Ziel für die Schlangen darstellen.

Nachdem ich Hummeln im Hintern hatte, sind wir also wieder runter, allerdings haben wir dabei einen Weg genommen, der noch länger war und nicht am Strand endete, sodass ich weiter hätte suchen können, sondern praktisch direkt im Resort endete. Ich wollte also wieder zurück zur Spaziergangsstelle, allerdings hatte ich dafür dann keine Zeit mehr, weil wir bald ja zum Wrackschnorcheln gehen wollten. Das war dann natürlich ärgerlich, weil meine Brille nach dem Schnorcheln weggespült sein würde von der kommenden Flut. Das Schnorcheln war sehr schön, auch wenn ich dauernd Angst hatte, dass ich mich schneiden würde an den scharfen Kanten, vor allem, da eine starke Strömung herrschte. Auch habe ich dauernd die Flossen der Chinesen, die auch dabei waren, ins Gesicht bekam. Aber na gut, es sei ihnen verziehen, schließlich waren sie Erstschnorchler, sozusagen.

Nach dem Schnorcheln beeilten John und ich uns, um mit der Drohne noch den tollen Sonnenuntergang zu filmen. Dann haben wir Abend gegessen und sind dann auf den Kai, um zuzusehen, wie die, wohlgemerkt, freien Delfine gefüttert werden. Es war sehr gut, das wir uns macht den Aufschlag gekauft haben, um selbst die Delfine zu füttern, weil nämlich 200 Leute in der Schlange am Strand standen und man wahrscheinlich genau einen Fisch pro Nase ins Wasser werfen durfte. Kurz danach waren wir wieder in die Fähre und sind auf dem Weg schon halb eingedöst. Im Auto haben wir dann Hippie-Lieder gehört und beschlossen, dass das Theme für die Playlist des Urlaubs 70er und 80er Rap und Hippielieder sein wird. Als wir zuhause ankamen, fielen alle müde ins Bett.