2019 Australien Woche 4 - Atherthon bis Cairns

Sonntag, 28.7. Golfen in Mareeba, Markt in Kuranda, Ukulele in Palm Cove

Der Tag startet um 7 Uhr, Moni und ich sind wach und fahren nach Mareeba. Im dortigen Golfplatz treffen wir auf Gabi, die seit 40 Jahren in Australien ist und vor allem auf ca. 200 Kängurus, die den dortigen Platz bevölkern. Der Platz ist sehr nett, wenige Bunker (den Job haben ja die Kängurus), und es ist eine sehr nette Runde.

Nach der Runde fahren wir nach Kuranda, und die Mädels planen ganz aufgeregt, welche Läden sie alle anschauen wollen und Catie ist entsetzt, dass wir „nur!“ 4 Stunden Zeit einräumen, bevor wir uns wieder treffen. De facto laufen wir uns nach einer Stunde schon wieder über den Weg. Es ist schon echt seeeehr touristisch und wirklich schräg. Touristen und Alt-Hippies unter sich, gepaart mit ein paar Work&Travels, die das rumsitzen in einem Shop für Batik-Ts für Arbeit halten ;-). Ich bin froh, als wir nach einem kurzen Snack weiterfahren. Leider sind alle Campingplätze in und um Port Douglas belegt, wir biegen also nach Palm Cove ab, cruisen also mal so durch die Stadt und stoßen per Zufall auf ein offenes Ukulele-Konzert von „Dazz and the Boyzz“. Das besondere dabei: zahlreiche Personen aus dem Publikum haben ebenfalls ihre Ukes dabei und die passenden Liederbücher, und dann wird gemeinsam geschrammelt, was das Zeug hält. Wir lernen dabei Mary & Colin aus NZ kennen, die uns prompt mach NZ einladen (Queenstown), wir sollen uns aber beeilen, sie wären nicht mehr so jung. Sagt Mary, während Colin mit seinen schätzungsweise guten 75 im Sand ein Tänzchen hinlegt… Außerdem am Tisch: Lauren, die hier immer ist und Anke&Dietmar aus D, die beiden sind Lehrer und kommen jedes Jahr 6 Wochen nach Oz….

Irgendwann geht es weiter nach Port Douglas, die Kinder singen auf dem Weg begeistert die Eintracht-Lieder, die bald auch Carlotta mitsingen kann.

Wir kaufen noch beim IGA ein, es gibt Grilliertes am 4 mile Beach, nach einem Schwätzchen mit dem Parknachbar (der unbedingt nachts an den Strand will, um Krokodile zu sehen - verrückte Franzosen)verlassen wir dann aber doch den Parkplatz und übernachten wir im Industriegebiet von PD. Over and Out um 22:22

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Montag, 29.7. Mossman Gorge

Gegen 7 Uhr verhole ich das Wohnmobil vom Industriegebiet an den 4 Mile Beach, der aus naheliegender Gründen so benannt ist. Moni und ich toasten uns Brot auf den ubiquitären Grills, dann geht Moni spontan mit Carlotta zum Strandyoga, ich gehe auf dem Strand joggen und als wir gegen 9 wieder da sind, sind sogar alle Kinder wach. Die dann auch noch aufräumen, und auf geht es nach Mossman in den gleichnamigen Gorge. Wir schaffen noch die 12 Uhr Führung mit Roy (bzw. Dingo), der vor 42 Jahren die ersten Touren in das Gebiet gemacht hat, und jetzt ein ganzes Business aufgebaut hat. Er zeigt uns Früchte des Waldes, giftige und essbare Pflanzen, Hölzer, aus denen man Schilde, Bumerangs oder Speere baut und wie man Farben anmischt. Dazu erzählt er viel Dreamtime Geschichten und aus seinem eigenen Leben. Sehr toll! Danach wandern wir noch selbst durch den Gorge, und insbesondere die Bäume sind wirklich außergewöhnlich! Danach sind aber auch alle etwas schlapp, also fahren wir zum Campingplatz, kaufen vorher noch etwas ein, und dann gibt es, nach einer ausgiebigen Poolsession, Burger vom Grill und eine Party Activity. Und haben dann auch gleich den Campingplatz für Morgen gebucht - wir hatten keine Lust zu packen….

Lukas hat übrigens alle verfügbaren Moers Bücher fertig gelesen (Catie arbeitet noch an ihrem Wälzer….) und selbst Nico ist wieder auf ein Buch gekommen….




Dienstag, 30.07 Outer Reef

Es geht wieder um 7 Uhr los, um 07:20 latschen wir - 5 Minuten zu früh, immerhin sind wir Deutsche - zum auf seinem Warteplatz stehenden Bus. Wir machen noch 3 weitere Stationen und lassen an einer auch Leute stehen, die zu spät sind, und haben dann noch gut Zeit zum shoppen (GoPro-Griff und T-shirt für Felix), aufs Klo zu gehen und so weiter. Die Fahrt nach draußen ist gar nicht so lang wie befürchtet , und schon geht es auf die erste Schnorchelstation. Ich bin froh, dass wir die Shorties eingepackt haben, denn ohne wäre es doch kalt geworden, auch so waren wir nach gut 40 Minuten snorkeln echt durchgefroren. Nico hat es nicht mal ins Wasser geschafft, ihm war schon der Fuß zu kalt.

Es gab noch zwei weitere tolle Stationen, und die Fischvielfalt war wirklich beeindruckend. Wir haben nicht so viele große Tiere gesehen (nur Lukas ein paar Turtles und einen kleinen Hai), aber die Fische waren viel eindrucksvoller als auf den anderen Riffen. Nico hat sich beim zweiten Riff dann doch auch ins Wasser getraut, und war dann auch begeistert davon. Beim letzten Riff gab es noch eine guided snorkel Tour mit der Meeresbiologin Jade, die uns allerlei spannende Sachen erklärte über Papageienfische (produzieren Sand, indem sie Korallen essen), Clownsfische (sind mit Schleim bedeckt, damit die Anemonen nicht für Nahrung halten) und bestimmte Korallen, die ein Sekret mit LSF 150 absondern - man versucht immer noch, das nachzubauen. Außerdem haben wir eine Seegurke angefasst und einen Seestern kennenlernt, der definitiv nicht wie einer aussieht.

 

Auf dem Rückweg haben wir noch eine Buckelwalfamilie gesehen, bevor wir dann wieder in PD angekommen sind. Catie wollte auf dem Campingplatz chillen, wir anderen waren noch mal in der Stadt (nett, aber auch schon alle Läden zu), haben noch kurz eingekauft und dann vor allem viel Gemüse gegrillt. Und Eis gegessen…..




Mittwoch, 31.7. Daintree NP, Noah Beach Campground

Ich mache mal wieder die Frühschicht, kurz nach 7 räume ich den Kram ab und ein, verstaue alle seefest und kurz danach kommt auch Moni runtergekrabbelt. Es geht nach Norden, und kurz nach 8 Uhr stehen wir an der Fähre über den Daintree River. Die Kabelfähre bringt uns sicher auf die andere Seite, und die Straße dort ist nicht so schlimm wie gedacht - dafür ist auch dort einfach noch zu viel Tourismus. Nach einem ausgiebigen Frühstück laufen wir den Jindalba Boardwalk entlang, gegen Mittag machen wir halt am Thornton Beach, wo wir diverse Kaffees trinken, mit Sparky fliegen, den Vortex werfen (oder Vector, wie Catie aus einem unerfindlichen Grund heute immer sagte) und mit den beiden Damen aus dem Kaffee über europäisches Brot und Käse fabulieren (eine der beiden ist eine ausgewanderte Französin).

 

Um 12:30 gehen wir auf Crocodil-Tour am Thornton River. Die Führung Sigurd, auch wenn es schrecklich schwierig ist, ihn mal zum schwiegen zu bringen, damit ich dem Nico etwas übersetzen kann. Trotzdem lernen wir allerhand beeindruckendes über Krokodile. Danach fahren wir weiter zum Cape Trip, wo wir den Nachmittag verbringen, Videos machen, einen tollen Earthcache rund um Korallen lösen und so weiter. Ist schon wirklich toll hier!

 

Es geht dann doch irgendwann zurück, wir haben einen Platz auf dem Noah Beach Campground gebucht. Wildnis pur, wenn man vom Klohäuschen und den Schildern für die Stellplätze absieht. Zum Glück ist noch Low Tide, als wir ankommen, so können wir den Strand noch genießen und dem auflaufenden Wasser zuschauen, wie es in den Noah Creek strömt. Danach sitzen wir alle rum, Catie komponiert auf dem iPad, Nico und Lukas kabbeln sich in der Hängematte, Carlotta schläft und lies und Moni auch. Ich klimpere auf der Ukulele rum, wir machen ein Feuerchen im Eimer der Mückenkerze, irgendwann machen Catie und ich Nasi Goreng, wir singen noch gemeinsam Lieder von Catie und Valentin, planen die 100 Jahr Feier von Moni und mir und haben insg. sehr viel Spaß. Obwohl es kein Abschiedsabend ist, ist er doch schon einem Abschiedsabend würdig.




Donnerstag, 1.8. Mossman Golf, wir bummelnnach Cairns zurück

Heute ist Schweizer Nationalfeiertag. So viel soll nicht unerwähnt bleiben. Ansonsten schauen uns Moni und ich den morgendlichen Strand an, machen dann einen Zwischenstopp bei Thornton Beach für einen Kaffee und dann geht es über den Daintree River zurück in die Zivilisation. In Mossmann gibt es noch einen Public Golf Courses, auf dem Moni und ich noch eine Runde drehen. Nico will unbedingt Golfcart fahren,also mietet er sich eins von seinem Geld und fährt uns damit durch die Gegend, Lukas begleitet uns. Die Runde wird allerdings dadurch nicht wirklich entspannter, weil man ständig anweisen muss, wo sie hinfahren dürfen und wo nicht und aufpassen muss, dass sie uns nicht über den Haufen fahren. Am Ende geht alles unfallfrei ab, wir haben noch eine Känguru-Schlägerhaube und einen Logoball mehr im Gepäck, und es geht weiter nach Süden. In Port Douglas machen wir mal wieder halt am schon bekannten 4 Mile Beach, wo es den zweiten Teil des Bami Goreng gibt. Ansonsten ist gerade Ebbe, ins Wasser hätte man eh nicht gedurft wegen der Krokodile, und dafür hätte man auch noch 500m hinlaufen müssen. Fast wie im Wattenmeer. Aber diverse Kitesurfer und auch ein Kite-Buggy tummeln sich am Strand.

Irgendwann geht es weiter, und diesmal wirklich nach Cairns. Der Campingplatz liegt recht nah am Zentrum, wir duschen und packen schon mal die erste Rutsche Klamotten zusammen, dann geht es in die Stadt. Zuerst laufen wir zu einem von Lukas ausgesuchten Sushi-Laden, der dann aber leider schon geschlossen ist, und enden dann in den Night Markets (der touristischste Spot in ganz Cairns) in einem Vietnamesen. Der ist dann aber wieder erwarten auch recht lecker. Wir lassen uns massieren und die Füße im Fish-Spa abknabbern (es sind riesige Fische, das ist kaum auszuhalten) und dann schlendern wir die 3 km zurück nach Hause. Auf dem Heimweg die Esplanade entlang zeigt uns ein Angler noch einen kleinen Hau, den er gefangen hat, bevor er ihn wieder ins Wasser wirft.




Freitag, 2.8. Tjapukai Aboriginal Park & Cairns City

Wie es die Tradition will, bin ich der erste draußen, räume ein wenig auf, und Decke schon mal den Tische (naja, Teile davon), bevor der Rest aus dem Bett fällt. Nach einem kurzen Frühstück geht es zum Tjapukai Event Center, wo wir die Full day experience gebucht haben. Zuerst ist es etwas chaotisch, weil uns das Programm bei der Buchung etwas anders erklärt wurde als es dann vor Ort war, aber es war ein toller Tag. Los ging es mit Speerwurf und Bumerangwerfen, dazu eine Vorführung über die Dreamtimestory der Djabukaj (so oder so ähnlich schreibt das Volk seinen Namen selbst), eine Tanzvorführung und dann konnten wir Bumerangs selbst gestalten. Das war echt toll und alle waren mit Feuereifer dabei. In der einen Stunde, die dafür vorgesehen war, war es auch nicht möglich, den Bumerang zu bemalen, daher haben wir kurz Mittagspause gemacht, und dann haben wir noch weiter am Bumerang pinseln können. Dann haben wir von Gorgina (so ihr „weißer“ Name) eine Einführung über Pflanzen des Regenwaldes und ihre Nutzung bekommen, konnten Guangdong-Marmelade und Makadamiacreme probieren, haben noch einmal an den Bumerangs gemalt und dann noch einmal sehr ausführlich die Waffen und Bräuche erklärt bekommen. Mittlerweile waren wir auch weit über unseren Zeitplan hinaus, aber es waren wenig Leute da und scheinbar hatten alle Spaß, dass wir so enthusiastisch und interessiert waren, und haben sich deutlich mehr Zeit genommen als üblich - wir haben bestimmt jeder 10 mal mit dem Bumerang geworfen und Speere geschleudert, und dann haben wir mit Gorgina noch gemeinsam unsere Bumerangs fertig gestellt, unsere Gesichter, Arme und Beine bemalt und eine kleine Kette geflochten. Unser Auto wars dann auch das Letzte auf dem Parkplatz, als wir um 5 Uhr losfuhren.

 

Danach ging es mehr oder weniger direkt in die Stadt, denn im Crowns Hotel war ja heute Abend Ukulele Show: die Bad Boys of Uke. Wir schafften es noch, einen Platz zu ergattern, haben lecker gegessen, die beiden Deutschen aus Palm Cove getroffen und neue Leute kennen gelernt. Wirklich klasse.

 

Ein weiterer Besuch auf dem Nachtmarkt ergab noch diverse Souvenirs für die Daheim gebliebenen, eine Fussmassage für Nico und mich (Nacken für Moni), und dann durften wir auch endlich ins Bett. Diesmal ohne Hai am Strand…..