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2021-03-14 Watson

Die Namensdiskussion geht weiter. In einem meistens demokratischen Verfahren werden erst mal die Namen womit wenigen Stimmen abgewählt (z.B. Jimmy, nur eine Stimme), und wir bleiben bei ein paar Favoriten mit 4 Stimmen übrig. Dumm nur, dass Nico die Wahl boykottiert. Am Ende der Diskussion setzt sich (Stand Dienstagabend) der Name „Watson White Socks“ durch. Mal schauen, ob er bis Ende der Woche vorhält….

Am Samstag dann der große Tag. Wir fahren einigermaßen pünktlich los, obwohl gewisse Familienmitglieder bis 30 Sekunden vor Abfahrt noch schlafen. Wir sind trotzdem pünktlich vor Ort, können Watson schnell in Empfang nehmen (er freut sich sichtlich, und zu sehen) und drehen eine Runde. diese fällt dann allerdings kürzer aus als geplant. Schon beim losgehen nieselt es friedlich vor sich hin, und es ist nicht wirklich warm. Als wir dann am weitesten vom Auto weg sind, fällt die Temperatur schlagartig um 10°, und es schüttet wie aus kübeln und stürmt. Innerhalb von Minuten sind wir klatschnass. Mir läuft das Wasser am Bein entlang, die Socken herunter bis in die Schuhe. Allen anderen geht es natürlich nicht besser.

Wir joggen quasi zum Auto zurück, was uns natürlich nicht mehr trockener macht. Die kinder krabbeln ins Auto, der Hund kommt in den Kofferraum und wir versuchen uns irgendwie trocken zu legen. Was natürlich schwierig ist, da wir ja alle keine Wechselklamotten dabei haben. Immerhin haben wir einen Achter Pack Küchenrolle, mit dem wir so leidlich irgendwie etwas trocknen können. Wir müssen dann doch noch etwas warten, bis wir die Formalien erledigen könnten, aber gegen 13:00 Uhr fahren wir dann endlich mit unserem neuen Familienmitglied nach Hause.

Die Autofahrt verlief problemlos, er ist in einem Rutsch bis in den fünften Stock hinauf gelaufen und hat auch mit der offenen Treppe zwischen den beiden Stockwerken überhaupt kein Problem. Sowohl rauf als auch runter läuft er problemlos. Man mag kaum glauben, dass er bisher als Straßenhund gelebt haben soll. Zumindest schien ist eine Stadt mit vielen Treppen gewesen zu sein.

Bis jetzt hat er keinerlei Anzeichen gemacht, sich in der Wohnung zu erleichtern. Auch nach dem Trinken hat er sich meistens friedlich hingelegt oder ist uns neugierig durch die Wohnung gefolgt. Bei den regelmäßigen Runden draußen war er natürlich sehr aufgeregt und hat viel geschnuppert, aber sich im Großen und Ganzen gut benommen. Mittlerweile ist er ruhig genug, um in einer Ecke gemütlich vor sich hin zu dösen und springt nicht mehr auf sobald sich jemand in der Wohnung bewegt. Mal schauen, wie die erste Nacht wird.

Sein erstes Abendessen hat er auch schon, Lustigerweise hat er sich meist etwas aus dem Napf genommen und dann woanders gegessen, um dann wieder zum Napf zurückzukehren. Mal schauen wie sich das entwickelt. Aber wir glauben, dass Ihm das Ambiente (im Badezimmer, Das ist der einzig geflieste der Raum im oberen Geschoss) nicht so recht gepasst hat.

Anscheinend ist ihm manchmal noch etwas zu warm in der Wohnung, dann hechelt er ohne erkennbaren Grund herum, ich schätze das nicht an seinem dicken Winterfell. Er lässt sich aber auch schon sehr geduldig bürsten und genießt es. Allerdings dreht er sich meistens auf den Rücken und lässt sich am Bauch kraulen, so dass wir an sein dickes Winterfell auf dem Rücken gar nicht mehr kommen. Aber egal, das wird auch noch werden.

Wir haben uns übrigens entschlossen, den Hund Watson zu nennen. Er ist einfach ein Begleiter von vielen schlauen Leuten :-)

Die ersten Spaziergänge um den Block und bis in den Anlagenring haben auch gut funktioniert, er hat auch schon einen favorisierten Pinkelbaum. mit Hunde Begegnungen haben wir uns allerdings bisher etwas zurückgehalten.

Ich beschließe das Wochenende mit einer 14 km Runde am Main und freue mich über den gesteigerten Auslauf.

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